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WSOP Super Seniors, Tag 2: Kelley Slay führt das Feld an — 103 Spieler kämpfen um das Bracelet

Beim $1.000 Super Seniors No-Limit Hold’em der WSOP 2026 ist die Entscheidung zum Greifen nah: Nach einem langen zweiten Spieltag im Horseshoe und Paris Las Vegas haben sich 103 Spieler für Tag 3 qualifiziert. An der Spitze steht Kelley Slay mit 2,09 Millionen Chips. Wir fassen den Stand, die Zahlen und die Ausgangslage vor der heißen Phase zusammen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Tag 2 startete mit 836 Spielern; am Ende baggten 103 ihre Chips für Tag 3.
  • Die Money Bubble platzte im vierten Blind-Level — insgesamt kamen 499 Spieler ins Geld.
  • Kelley Slay führt mit 2,09 Mio. Chips vor Behrouz Keshtavar (1,80 Mio.).
  • Der Preispool des Events beträgt rund 2,92 Millionen Dollar.

Die Eckdaten des Events

Detail Information
Serie 57. World Series of Poker
Event #61
Format No-Limit Hold’em
Teilnahmeberechtigt Spieler ab 60 Jahren
Buy-in $1.000
Austragungsort Horseshoe & Paris Las Vegas
Preispool ca. $2,92 Mio.

Wie sich Tag 2 entwickelte

Mit 836 zurückkehrenden Spielern verengte sich das Feld über zehn Level deutlich. Den dramatischen Moment des Tages lieferte das Platzen der Money Bubble im vierten Blind-Level: Ab da hatten alle verbliebenen Spieler ihren Anteil am 2,92-Millionen-Dollar-Pool sicher. Bis zum Tagesende reduzierte sich das Feld auf 103 Überlebende, die ihre Chips für den dritten Spieltag einbaggten.

Die Chipführung nach Tag 2

An der Spitze setzte sich Kelley Slay ab, der mit 2,09 Millionen Chips als klarer Leader in die nächste Phase geht. Dahinter lauert sein Landsmann Behrouz Keshtavar mit 1,80 Millionen. Beide bringen damit überdurchschnittliche Stacks mit, die ihnen erlauben, beim Anstieg der Blinds Druck auf die kürzeren Stacks auszuüben.

  • Kelley Slay (USA): 2.090.000 Chips — Chipleader.
  • Behrouz Keshtavar (USA): 1.800.000 Chips — auf Rang zwei.

Was Tag 3 bringt

Mit steigenden Blinds verschiebt sich die Dynamik: Die großen Stacks dürften mehr Pots eröffnen und Kurzstacks in schwierige Entscheidungen zwingen, während die Pay Jumps an Bedeutung gewinnen. Für die verbliebenen 103 Spieler beginnt damit die Gratwanderung zwischen Überleben und Akkumulation — jede Eliminierung erhöht die finanziellen Einsätze, und mit jedem ausgeschiedenen Spieler rückt das WSOP-Bracelet näher.

Einordnung & Analyse: Geduld als Schlüssel

Die Super-Seniors-Events haben ihren eigenen Charakter. Erstens belohnt das Format mit seiner durchdachten Struktur diszipliniertes Stack-Management: Wer geduldig die richtigen Spots abwartet und in der Bubble-Phase nicht unnötig Chips verschenkt, kommt mit gesundem Stack in die entscheidenden Level. Slay und Keshtavar haben genau das vorgemacht — ihre Führung basiert auf stetiger Akkumulation statt auf hochriskanten Swings. Zweitens wird ab Tag 3 die Chip-Führung zur Waffe: Mit großen Stacks lässt sich an den Pay Jumps gezielt Druck erzeugen, während kürzere Stacks oft zum Push-or-Fold gezwungen sind.

Für Fans des klassischen Turnierpokers ist die Super-Seniors-Strecke ein schönes Beispiel dafür, dass Erfahrung und Nervenstärke ein echtes Pfund sind. Mit 499 bezahlten Plätzen und einem fast Drei-Millionen-Dollar-Pool steht für die verbliebenen Spieler einiges auf dem Spiel. Wir halten Sie über den weiteren Verlauf und den späteren Champion auf dem Laufenden.

Glücksspiel kann süchtig machen. Teilnahme ab 18 Jahren. Spiele verantwortungsbewusst.

JS
Redakteur

Jan Stevens ist Chefredakteur von Poker24.net und berichtet seit vielen Jahren über Live-Poker, Online-Poker, Turnierserien und Glücksspielregulierung. Sein Fokus liegt auf fundierter Einordnung, redaktioneller Transparenz und praxisnaher Analyse. Für Poker24.net verbindet er Branchenwissen, journalistische Erfahrung und klare Meinung zu aktuellen Entwicklungen der Pokerszene.