Die World Series of Poker 2026 hat ihre Halbzeit erreicht — und an der Spitze der Geldrangliste thront ein Name, der niemanden überrascht: Adrian Mateos. Der Spanier hat in den ersten 26 von 51 Turniertagen über 4,4 Millionen Dollar abgeräumt und ist mit gerade einmal 31 Jahren zum jüngsten Sechsfach-Bracelet-Gewinner der Geschichte aufgestiegen. Wir zeigen die Top 20 der bisherigen Topverdiener und die Storys dahinter.
Das Wichtigste in Kürze
- Adrian Mateos führt mit 4.466.161 US-Dollar aus nur drei Events die Geldrangliste an.
- Mit seinem Sieg im $250.000 Super High Roller wurde Mateos zum jüngsten Sechsfach-Bracelet-Gewinner aller Zeiten.
- Das Power-Paar Alex und Kristen Foxen gewann beide jeweils ein Bracelet — zusammen über 3,3 Millionen Dollar.
- Die Serie ist nach 26 von 51 Tagen an ihrem Mittelpunkt; das Main-Event-Finale folgt erst im August.
Die Top 20 der bisherigen Topverdiener
| Rang | Spieler | Land | Events | Preisgeld |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Adrian Mateos | Spanien | 3 | $4.466.161 |
| 2 | Yuri Dzivielevski | Brasilien | 6 | $2.889.773 |
| 3 | Bryn Kenney | USA | 1 | $2.776.634 |
| 4 | Eelis Pärssinen | Finnland | 2 | $2.261.056 |
| 5 | Sean Winter | USA | 3 | $2.111.426 |
| 6 | Teun Mulder | Niederlande | 3 | $2.034.247 |
| 7 | Santhosh Suvarna | Indien | 2 | $1.975.839 |
| 8 | David Einhorn | USA | 1 | $1.862.941 |
| 9 | Alex Foxen | USA | 7 | $1.822.696 |
| 10 | Kristen Foxen | Kanada | 3 | $1.819.062 |
| 11 | Biao Ding | China | 6 | $1.595.959 |
| 12 | Levon Khachatryan | USA | 1 | $1.440.680 |
| 13 | Artur Martirosian | Russland | 2 | $1.355.816 |
| 14 | Jack Lee | Südkorea | 2 | $1.350.083 |
| 15 | Alex Kulev | Bulgarien | 1 | $1.326.537 |
| 16 | Richard Alsup | USA | 1 | $1.302.125 |
| 17 | Brandon Wilson | USA | 4 | $1.232.056 |
| 18 | Galen Hall | USA | 1 | $1.182.050 |
| 19 | Sergio Gonzalez | Spanien | 3 | $1.097.987 |
| 20 | Christopher Brewer | USA | 5 | $1.091.255 |
Mateos schreibt Geschichte
Dass Adrian Mateos die Liste anführt, überrascht niemanden, der die Serie verfolgt hat. Das Fundament seiner 4,47 Millionen Dollar legte der überragende Sieg im $250.000 Super High Roller, in dem er ausgerechnet Allzeit-Geldrekordhalter Bryn Kenney im Heads-Up bezwang und sich sein sechstes Bracelet sicherte. Mit 31 Jahren wurde er damit zum jüngsten Sechsfach-Champion der WSOP-Geschichte — ein Muster, das sich durch seine Karriere zieht: Schon 2017 war er mit nur 22 Jahren der jüngste Dreifach-Bracelet-Gewinner.
Der $250K Super High Roller ist für Mateos längst zum Signature-Event geworden; bereits 2021 hatte er das Turnier für 3.265.362 Dollar und sein viertes Bracelet gewonnen. Laut Hendon Mob kletterte der Spanier allein in den vergangenen sechs Monaten vom neunten auf den fünften Platz der ewigen Geldrangliste — und es spricht wenig dagegen, dass er bis zum Ende des Sommers noch weiter nach oben rückt.
Ein guter Sommer für die Foxens
Keine Storyline lief in der ersten Sommerhälfte heißer als die des Power-Paares Alex und Kristen Foxen, die wie zufällig direkt nebeneinander auf den Plätzen neun und zehn liegen. Kristen schlug zuerst zu: Sie gewann ein stark besetztes 345-Spieler-Feld im $25.000 High Roller für 1.773.083 Dollar und ihr sechstes Karriere-Bracelet. Nur wenige Tage später antwortete Alex mit seinem eigenen Bracelet-Erfolg im $10.000 Super Turbo Bounty für 594.246 Dollar.
- Historisches Doppel: Die beiden sind erst das zweite Ehepaar überhaupt, das im selben Sommer jeweils ein eigenes WSOP-Bracelet gewann — nach Max und Maria Stern 1997.
- Vielspieler Alex: Mit sieben Cashes hat Alex Foxen mehr Geldplatzierungen als jeder andere in den Top 20.
- Gemeinsame Bilanz: Zusammen kassierten die Foxens in den ersten Wochen rund 3,3 Millionen Dollar.
Einordnung & Analyse: Was die Halbzeit verrät
Die Geldrangliste zeichnet ein klares Bild der ersten Sommerhälfte. Erstens dominieren die High-Roller-Events die Spitze: Mateos, Kenney, Einhorn oder Kulev stehen mit nur einem oder wenigen Turnieren ganz oben — ein einziger Sieg im sechs- oder siebenstelligen Buy-in-Bereich wiegt schwerer als zahlreiche Cashes in kleineren Events. Zweitens zeigt der Kontrast zwischen Mateos (drei Events, 4,47 Mio.) und Vielspielern wie Alex Foxen (sieben Events, 1,82 Mio.) zwei völlig unterschiedliche, aber gleichermaßen erfolgreiche Ansätze: der gezielte High-Roller-Coup gegen das breite Volumen-Grinding.
Aus europäischer Sicht ist die Liste erfreulich international: Mit Mateos und Gonzalez (Spanien), Pärssinen (Finnland), Mulder (Niederlande), Kulev (Bulgarien) und Martirosian (Russland) stellt der Kontinent ein starkes Kontingent. Ein deutschsprachiger Name fehlt in den Top 20 zwar noch — doch bei der bekannten Tiefe der DACH-Szene und einem ganzen Main Event, das erst noch ansteht, ist das letzte Wort dieses Sommers längst nicht gesprochen.
Glücksspiel kann süchtig machen. Teilnahme ab 18 Jahren. Spiele verantwortungsbewusst.

