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WSOP 2026: Naseem Salem holt das $10k GGMillion$

Die World Series of Poker 2026 ist in Las Vegas voll entbrannt — und schon nach gut einer Woche liefert die 57. Ausgabe der größten Pokerserie der Welt Drama, Millionengewinne und eine durchwachsene DACH-Bilanz. Im Mittelpunkt: das erstmals live in Vegas ausgetragene $10.000 GGMillion$ High Roller Event, ein brutales Aus für Max Neugebauer und ein starker Auftritt von Leon Sturm. Wir ordnen ein, was bislang zählt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Naseem Salem gewinnt das $10.000 GGMillion$ NLH High Roller (Event #11) und kassiert rund 1.089.964 US-Dollar.
  • 627 Entries sorgten für einen Preispool von 5.831.100 US-Dollar — die Live-Premiere des GGPoker-Flaggschiffs in Vegas war ein voller Erfolg.
  • DACH-Hoffnung Max Neugebauer bustete denkbar unglücklich auf Platz 10 ($63.893), knapp vor dem Final Table.
  • Die WSOP 2026 läuft vom 26. Mai bis 15. Juli mit 100 Bracelet-Events im Horseshoe und Paris Las Vegas.

GGMillion$ live in Vegas: Premiere mit Wucht

Mit dem $10.000 GGMillion$ High Roller hat GGPoker sein bekanntes Online-Flaggschiff erstmals als Live-Event in den WSOP-Kalender gehoben — und die Rechnung ging auf. 627 Entries spülten über 5,8 Millionen Dollar in den Preispool, die Top 95 landeten im Geld, der Min-Cash lag bei 19.999 Dollar. Am Final Table tummelte sich internationale Prominenz wie Andrew Lichtenberger und Stephen Chidwick, doch am Ende setzte sich Naseem Salem durch und sicherte sich den Siebenstelligen-Scheck über 1.089.964 Dollar.

GGMillion$ High Roller (#11) — die Eckdaten

Kennzahl Wert
Buy-in $10.000
Entries 627
Preispool $5.831.100
Bezahlte Plätze Top 95
Min-Cash $19.999
Sieg (1. Platz) $1.089.964 — Naseem Salem

Bitteres Aus für Max Neugebauer

Aus DACH-Sicht war das Turnier eine Achterbahn. Der Österreicher Max Neugebauer galt als größte heimische Hoffnung, geriet jedoch kurz vor dem Final Table in einen denkbar unglücklichen Spot und schied auf Platz 10 für 63.893 Dollar aus — so nah am ganz großen Geld und doch wieder zurück an den Start. Solche Bad Beats an der Final-Table-Bubble gehören zur DNA des High-Roller-Pokers, schmerzen bei dieser Preisgeldstruktur aber besonders.

Leon Sturm: der Dauerbrenner unter den DACH-Pros

Während Neugebauer Pech hatte, bleibt Leon Sturm das Aushängeschild der deutschsprachigen Szene. Der Deutsche überstand unter anderem den zweiten Starttag des prestigeträchtigen $25.000 High Roller Events und zählt damit zu den sechs DACH-Vertretern, die sich dort für Tag 2 qualifizierten — neben Namen wie Hannes Jeschka, Bernhard Binder und Marius Gierse. Sturms Live-Bilanz ist beeindruckend: Laut Hendon Mob hat er inzwischen über 13,6 Millionen Dollar an Turniergewinnen angehäuft.

DACH-Vertreter Tag 2 — $25.000 High Roller

  • Hannes Jeschka
  • Bernhard Binder
  • Marius Gierse
  • Samuel Mullur
  • Klemens Roiter
  • Leon Sturm

Hinzu kommen die bereits über Tag 1A qualifizierten Daniel Rezaei, Thomas Mühlöcker und Chris Nguyen.

Einordnung & Analyse: Was die erste Woche verrät

Drei Dinge stechen heraus. Erstens bestätigt der Erfolg des GGMillion$-Live-Ablegers, wie tief GGPoker inzwischen in die WSOP-Markenarchitektur verwoben ist — die Serie öffnet sich zunehmend für Formate, die online groß geworden sind. Zweitens zeigt sich ein Muster, das Beobachter schon am Tag 10 notierten: Die Mixed Games laufen feldtechnisch stabiler als die klassischen No-Limit-Hold’em-Turniere, deren Felder dieses Jahr etwas schwächeln. Drittens bleibt die DACH-Region breit aufgestellt, aber ohne den ganz großen frühen Coup — viele tiefe Runs, noch kein Bracelet-Highlight. Das kann sich angesichts von 100 Events schnell ändern.

Unser Fazit: Wer auf einen deutschsprachigen Triumph hofft, sollte die High-Roller-Strecke und das Main Event ab dem 2. Juli im Blick behalten. Die Tiefe an Talenten ist da — jetzt braucht es nur noch den richtigen Lauf zur richtigen Zeit.

Glücksspiel kann süchtig machen. Teilnahme ab 18 Jahren. Spiele verantwortungsbewusst.

JS
Redakteur

Jan Stevens ist Chefredakteur von Poker24.net und berichtet seit vielen Jahren über Live-Poker, Online-Poker, Turnierserien und Glücksspielregulierung. Sein Fokus liegt auf fundierter Einordnung, redaktioneller Transparenz und praxisnaher Analyse. Für Poker24.net verbindet er Branchenwissen, journalistische Erfahrung und klare Meinung zu aktuellen Entwicklungen der Pokerszene.