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Rampage setzt auf einmal laufen – und trifft seinen Set im Sechsstelligen Pot

Ethan „Rampage” Yau stand am Mittwochabend beim High-Stakes-Cash-Game auf Hustler Casino Live vor einer klaren Entscheidung: einmal laufen lassen oder zweimal – und das, obwohl er wusste, dass er deutlich hinten lag. Er entschied sich für einmal. Und gewann.

Der Pot entwickelte sich zum größten des Abends im $50/$100 No-Limit Hold’em-Game im Hustler Casino in Los Angeles und wuchs auf stattliche $165.300 an.

Wie der Pot so groß wurde

Die Hand begann unspektakulär. „Jack C” eröffnete aus früher Position mit einem Min-Raise auf $200, hinter ihm folgten fünf Calls mit schwachen Holdings. Rampage saß im Big Blind und fand Q♦Q♣ – stark genug für einen Drei-Bet auf $2.500. Jack C erhöhte daraufhin auf $9.000 mit K♥K♣, was alle anderen aus dem Pot trieb.

Rampage antwortete mit einem All-in für $82.150. Jack C callt sofort. Auf dem Tisch lagen zwei der stärksten Startblätter im Poker gegeneinander – aber die Könige lagen vorne, deutlich vorne.

„I Would Prefer Once”

Jack C bot an, den Board zweimal laufen zu lassen – eine in solchen Spots übliche Geste, die das Risiko für beide Seiten reduziert. Rampage, der Jacks Karten zu diesem Zeitpunkt bereits sehen konnte und wusste, dass er nur auf einen Außenseiter hoffte, lehnte ab. „I would prefer once”, sagte er trocken.

Das Board kam 4♠ 10♣ Q♥ 6♥ 9♠. Der Flop brachte Rampage das entscheidende Q♥ – ein Set, das die Könige deklassierte. Ein klassischer Suckout, aber einer, den Rampage durch seine Entscheidung bewusst in Kauf genommen hatte.

Trotz Pot-Gewinn im Minus

Der sechsstellige Pot rettet die Session nicht vollständig. Rampage beendete den vierstündigen Livestream mit einem Minus von $4.626, trotz des spektakulären Comebacks in dieser einen Hand. Auch Jack C verließ den Tisch als Verlierer, wenn auch nur mit einem Rückstand von rund $2.000.

Rampages Entscheidung, einmal laufen zu lassen, war mathematisch schwer zu rechtfertigen – bei Königen gegen Queens liegt man präflop bei knapp 18 Prozent Gewinnchance. Dass er es trotzdem tat, ist typisch für seinen Spielstil: selbstbewusst, manchmal stur, aber immer unterhaltsam. Hustler Casino Live bekommt genau das, wofür Rampage steht.

JS
Redakteur

Jan Stevens ist Chefredakteur von Poker24.net und berichtet seit vielen Jahren über Live-Poker, Online-Poker, Turnierserien und Glücksspielregulierung. Sein Fokus liegt auf fundierter Einordnung, redaktioneller Transparenz und praxisnaher Analyse. Für Poker24.net verbindet er Branchenwissen, journalistische Erfahrung und klare Meinung zu aktuellen Entwicklungen der Pokerszene.