Strategie

RunGood Poker Series: Diese fünf Spieler dominieren die RGPS

Die RunGood Poker Series gilt als zugängliche Turniertour für Freizeitspieler, ambitionierte Regulars und regionale Pokerprofis. Hinter der entspannten Atmosphäre verbirgt sich jedoch eine Gruppe von Spielern, die bei den RGPS-Festivals regelmäßig um Titel und hohe Preisgelder kämpft. Daniel Lowery führt sowohl die Geldrangliste als auch die Titelliste der Serie an. Tyler Patterson hält einen der größten RGPS-Einzelsiege, während Preston McEwen, Blair Hinkle und Brian Winter ebenfalls über Jahre hinweg starke Ergebnisse gesammelt haben.

Mit dem MyPlayers-Feed von PokerNews lassen sich ausgewählte Spieler während live gecoverter Turniere auf einer persönlichen Beobachtungsliste verfolgen. Für Fans der RunGood Poker Series sind vor allem diese fünf Namen interessant.

Die erfolgreichsten RGPS-Spieler im Überblick

Spieler RGPS-Preisgelder Besondere Erfolge
Daniel Lowery 562.795 USD Mehr als zwölf RGPS-Titel, Sieger Dallas Main Event 2026
Tyler Patterson rund 495.900 USD RGPS-Rekordpreis von 200.422 USD
Blair Hinkle 439.842 USD Vier RGPS-Main-Event-Titel
Brian Winter 251.229 USD RGPS Player of the Year 2023/24
Preston McEwen 195.673 USD Elf RGPS-Ringe seit 2018

Die Preisgelder beziehen sich ausschließlich auf Ergebnisse bei der RunGood Poker Series. Einnahmen aus der WSOP, der WSOP Circuit Tour oder anderen Pokerfestivals sind darin nicht enthalten.

Daniel Lowery ist das Gesicht der RunGood Poker Series

Kein Spieler ist so eng mit der RunGood Poker Series verbunden wie Daniel Lowery. Der Unternehmer aus Arkansas führt die ewige RGPS-Geldrangliste mit 562.795 US-Dollar an und hat inzwischen mehr als ein Dutzend Titel bei der Tour gewonnen.

Lowery ist kein typischer Vollzeit-Profi aus Las Vegas. Abseits des Pokertisches betreibt er ein Sägewerk und lebt mit seiner Familie in Arkansas. Dennoch gehört er seit Jahren zu den erfolgreichsten Turnierspielern der amerikanischen Mid-Stakes-Szene.

Seinen bislang größten RGPS-Sieg feierte Lowery im März 2026. Beim Passport Season Main Event in Dallas setzte er sich gegen ein großes Teilnehmerfeld durch und erhielt 100.007 US-Dollar. Es war zu diesem Zeitpunkt sein zwölfter dokumentierter RGPS-Titel.

Bereits ein Jahr zuvor hatte er das Main Event in Joplin gewonnen. Dort ließ er 495 Konkurrenten hinter sich und kassierte 71.398 US-Dollar.

Wichtige RGPS-Siege von Daniel Lowery

Jahr Turnier Preisgeld
2026 RGPS Passport Dallas Main Event 100.007 USD
2026 40-40-40 Trophy Event 12.466 USD
2026 Big O Ring Event 8.076 USD
2025 RGPS Joplin Main Event 71.398 USD
2019 RG DeepStack 15.492 USD
2019 RG Pro Bounty 9.752 USD

Lowery gehört auch außerhalb der RunGood-Serie zur amerikanischen Turnierelite. Seine dokumentierten Live-Preisgelder liegen bei rund 4,2 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen 20 Ringe auf der WSOP Circuit Tour. Damit befindet er sich in der ewigen Rangliste nur knapp hinter Rekordhalter Maurice Hawkins.

Bei einem RGPS-Turnier ist Lowery deshalb fast immer einer der Spieler, die bis in die späten Turnierphasen zu beachten sind.

Tyler Patterson holte den größten RGPS-Gewinn

Tyler Patterson hat deutlich weniger RunGood-Titel als Lowery gesammelt. Seine wenigen Siege waren dafür besonders wertvoll.

Der Pokerprofi aus Las Vegas liegt mit inzwischen knapp 496.000 US-Dollar auf Platz zwei der ewigen RGPS-Geldrangliste. Den größten Teil dieser Summe gewann er bei zwei aufeinanderfolgenden Saisonfinals im Thunder Valley Casino Resort.

Im Jahr 2022 erreichte Patterson beim RGPS-Saisonfinale den zweiten Platz und erhielt 156.845 US-Dollar. Ein Jahr später kehrte er zurück und gewann das 2.500-Dollar-Main-Event.

Für seinen Sieg 2023 erhielt Patterson 200.422 US-Dollar. Es war damals das größte Einzelpreisgeld in der Geschichte der RunGood Poker Series.

Pattersons wichtigste RunGood-Ergebnisse

Jahr Turnier Platz Preisgeld
2023 RGPS Checkpoint Season Finale 1. 200.422 USD
2022 RGPS Season Finale 2. 156.845 USD
2025 RunGood to the Moon 1. 60.185 USD

Seinen zweiten RGPS-Titel gewann Patterson im November 2025. Beim 1.100-Dollar-Turnier „RunGood to the Moon“ setzte er sich erneut im Thunder Valley durch und kassierte 60.185 US-Dollar.

Mit Live-Preisgeldern von insgesamt mehr als vier Millionen US-Dollar ist Patterson weit über die RunGood-Serie hinaus etabliert. Sein größter Erfolg außerhalb der Tour ist ein WSOP-Bracelet aus dem Jahr 2014.

Blair Hinkle gewann vier RGPS Main Events

Blair Hinkle gehört zu den konstantesten Main-Event-Spielern in der Geschichte der Tour. Der Amerikaner aus Missouri hat vier RGPS-Hauptevents gewonnen und steht mit 439.842 US-Dollar auf dem dritten Platz der RunGood-Geldrangliste.

Seinen wertvollsten RGPS-Titel holte Hinkle im Mai 2024 in Kansas City. Das Main Event mit einem Buy-in von 1.100 US-Dollar erreichte 477 Entries und einen Preispool von 462.690 US-Dollar.

Hinkle setzte sich an einem stark besetzten Finaltisch durch und erhielt 92.228 US-Dollar. Es war bereits sein vierter Main-Event-Erfolg auf der Tour.

Zu seinen früheren Siegen gehören zwei Titel aus dem Jahr 2019. Innerhalb weniger Monate gewann er sowohl das Main Event in Tulsa als auch das Turnier in Oklahoma City.

Jahr Turnier Preisgeld
2026 PokerNews PowerStack Ring Event 20.842 USD
2024 RGPS Kansas City Main Event 92.228 USD
2019 RGPS Tulsa Main Event 44.012 USD
2019 RGPS Oklahoma City Main Event 35.985 USD
2019 Allure of the Seas Main Event 14.597 USD

Hinkle ist auch außerhalb der RGPS einer der erfolgreichsten Spieler aus Missouri. Seine gesamten Live-Preisgelder liegen bei mehr als 5,6 Millionen US-Dollar. Dazu gehört ein WSOP-Bracelet, das er 2008 bei einem 2.000-Dollar-No-Limit-Hold’em-Turnier gewann.

Seine Bilanz zeigt, dass Hinkle bei den größeren RGPS-Main-Events besonders gefährlich ist. Während andere Spieler ihre Titel überwiegend in kleineren Side Events sammeln, stammen seine wichtigsten Erfolge aus den Hauptturnieren.

Preston McEwen sammelt Titel bei RGPS und WSOP Circuit

Preston McEwen gehört zu den produktivsten Ringsammlern auf den regionalen US-Pokertouren. Seit 2018 gewann der Spieler aus Tennessee elf RGPS-Ringe und erspielte sich bei der Serie 195.673 US-Dollar.

Seinen größten Erfolg auf der RunGood Tour feierte er im November 2024 beim Resort Tunica Main Event. McEwen setzte sich an einem Finaltisch durch, an dem unter anderem Jonathan Turner und John Holley saßen.

In den Ergebnisdatenbanken wird sein Preisgeld je nach Turnierdarstellung mit 57.206 beziehungsweise 58.143 US-Dollar geführt. Die Abweichung hängt vermutlich mit unterschiedlichen Angaben zur Auszahlung oder zusätzlichen Bestandteilen des Gewinns zusammen.

Ausgewählte RGPS-Siege von Preston McEwen

Jahr Turnier Preisgeld
2025 Opening Night Guest Bounty 6.791 USD
2025 No-Limit Hold’em Bounty 5.708 USD
2025 One Day Ring Event 9.347 USD
2024 RGPS Tunica Main Event 58.143 USD
2024 Pot-Limit Omaha Ring Event 5.085 USD
2023 DeepStack Ring Event 15.629 USD

McEwen ist dabei nicht auf No-Limit Hold’em beschränkt. Mehrere seiner RGPS-Titel stammen aus Pot-Limit Omaha, Bounty- und Turbo-Turnieren.

Auch bei der WSOP Circuit Tour hat er elf Ringe gewonnen. Sein größtes dokumentiertes Live-Preisgeld erhielt er 2023, als er das WSOP Circuit Tunica Main Event für 183.653 US-Dollar gewann.

Insgesamt kommt McEwen inzwischen auf fast drei Millionen US-Dollar an Live-Turniergewinnen. Damit liegt er unter den erfolgreichsten Spielern aus Tennessee.

Brian Winter machte 2023 zu seinem RGPS-Jahr

Brian Winter ist im Vergleich zu Lowery, Patterson und Hinkle ein neuerer Name in der Geschichte der RunGood Poker Series. Seinen ersten RGPS-Titel gewann er im Februar 2022.

Bereits im folgenden Jahr entwickelte sich Winter zu einem der prägendsten Spieler der Tour. Er gewann mehrere Turniere, erreichte regelmäßig Finaltische und wurde schließlich zum RGPS Player of the Year der Saison 2023/24 gekürt.

Seine bislang erfassten RunGood-Preisgelder belaufen sich auf 251.229 US-Dollar.

Brian Winters RGPS-Siege

Jahr Turnier Preisgeld
2024 No-Limit Hold’em 6-Max 16.228 USD
2023 Pot-Limit Omaha Ring Event 6.421 USD
2023 Flip and Go Ring Event 3.576 USD
2023 One Day Ring Event 10.684 USD
2023 Turbo Ring Event 4.319 USD
2023 No-Limit Hold’em Ring Event 11.175 USD
2023 Deepstack Ring Event 16.760 USD
2022 Guest Bounty Ring Event 6.172 USD

Seinen größten einzelnen RGPS-Cash erzielte Winter nicht bei einem Sieg. Beim Tunica Main Event 2023 belegte er den zweiten Platz und erhielt 41.894 US-Dollar.

Seine Ergebnisse zeigen vor allem eine ungewöhnliche Vielseitigkeit. Winter gewann innerhalb kurzer Zeit Hold’em-, Omaha-, Turbo-, Deepstack- und Flip-and-Go-Turniere. Gerade in Serien mit vielen unterschiedlichen Formaten kann diese Bandbreite entscheidend sein.

Was bietet der MyPlayers-Feed?

PokerNews führte den MyPlayers-Feed ein, damit Nutzer während großer Turnierserien nicht ausschließlich den allgemeinen Live-Ticker durchsuchen müssen.

Spieler können einer persönlichen Beobachtungsliste hinzugefügt werden. Erscheint einer dieser Namen in einem Live-Update, wird der Beitrag im individuellen Feed angezeigt.

Das ist besonders bei großen Events mit mehreren Starttagen und Hunderten oder Tausenden Teilnehmern hilfreich. Statt sämtliche Updates eines Turniers zu verfolgen, können Nutzer gezielt nach Freunden, regionalen Spielern oder bekannten Profis filtern.

Die Funktion ist nicht auf die fünf RGPS-Spieler beschränkt. Grundsätzlich lassen sich alle Akteure hinzufügen, die in den Live-Berichten von PokerNews auftauchen.

Lowery bleibt der Maßstab der RunGood Tour

Daniel Lowery ist mit seinen Titeln, Preisgeldern und seiner außergewöhnlichen Konstanz weiterhin der Maßstab der RunGood Poker Series. Tyler Patterson hat dagegen gezeigt, dass bereits wenige Siege ausreichen können, um sich mit besonders hohen Preisgeldern an der Spitze der Tourwertung festzusetzen.

Blair Hinkle ist der Main-Event-Spezialist der Gruppe, Preston McEwen sammelt Titel in mehreren Varianten und Brian Winter entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einem der erfolgreichsten Regulars der Serie.

Die RunGood Poker Series bleibt damit zwar eine Tour, die bewusst auch Freizeitspieler anspricht. Wer einen Titel gewinnen will, muss auf dem Weg zum Finaltisch jedoch regelmäßig an einigen der stärksten Mid-Stakes-Spieler der USA vorbei.

JS
Redakteur

Jan Stevens ist Chefredakteur von Poker24.net und berichtet seit vielen Jahren über Live-Poker, Online-Poker, Turnierserien und Glücksspielregulierung. Sein Fokus liegt auf fundierter Einordnung, redaktioneller Transparenz und praxisnaher Analyse. Für Poker24.net verbindet er Branchenwissen, journalistische Erfahrung und klare Meinung zu aktuellen Entwicklungen der Pokerszene.