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Rekordfeld in Madrid: Jose Aguilera gewinnt das CEP Main Event für 53.500 Euro

Live-Poker in Spanien boomt — und das CEP Madrid Main Event liefert den eindrucksvollen Beweis. 801 Teilnehmer sorgten für ein Rekordfeld, am Ende setzte sich Jose Aguilera durch und sicherte sich 53.500 Euro. Wir blicken auf einen dramatischen Finaltisch ohne Deal, die wichtigsten Geschichten dahinter und den Ausblick auf das nächste Highlight: CEP Barcelona.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jose Aguilera gewinnt das €500 CEP Madrid Main Event und kassiert 53.500 Euro.
  • 801 Teilnehmer bedeuteten ein Plus von knapp 16 % gegenüber 2025 — ein neues Rekordfeld.
  • Im Heads-Up gegen Joan Escrigas kam trotz großer Preisgeld-Differenz kein Deal zustande.
  • Die dritte Station der PokerStars Spanish Poker Championship fand im Gran Casino Madrid statt.

Spaniens Live-Szene auf dem Höhenflug

Die dritte Station der PokerStars Spanish Poker Championship (CEP) wurde zu einem denkwürdigen Ereignis. Das Main Event mit 500 Euro Buy-in zog 801 Spieler an — ein Zuwachs von fast 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine Zahl, die unterstreicht, wie stark der spanische Live-Markt derzeit wächst. Und es war nicht nur das Main Event: Auch das Mini CEP (278 Teilnehmer, gewonnen von Marcello Di Pietro) und der High Roller (121 Teilnehmer, gewonnen von Pedro Gines) verzeichneten ein Plus.

Der Finaltisch: Karrierebestleistungen und ein Hattrick

Der Final Table war gespickt mit persönlichen Meilensteinen. Oscar Alvarez schied als Erster der neun Finalisten auf Platz neun aus (5.850 €). Der Franzose Yannick Autaa holte auf Platz acht mit 6.900 € seinen größten Live-Score seit September 2021, Javier Saez sicherte sich mit Platz sieben (8.150 €) eine Karrierebestleistung.

Bemerkenswert: Gonzalo Padilla komplettierte mit seinem fünften Platz (11.960 €) einen Hattrick an Geldplatzierungen im CEP Madrid Main Event — nach Cashes 2022 und 2025. Auch Hugo Tavares (Platz vier, 15.200 €) und Andres Justamante (Platz drei, 21.500 €) durften sich über die mit Abstand größten Erfolge ihrer bisherigen Laufbahn freuen.

CEP Madrid Main Event — Final Table

Platz Spieler Preisgeld
1 Jose Aguilera €53.500
2 Joan Escrigas €33.000
3 Andres Justamante €21.500
4 Hugo Tavares €15.200
5 Gonzalo Padilla €11.960
6 Miguel Castejon €9.730
7 Javier Saez €8.150
8 Yannick Autaa €6.900
9 Oscar Alvarez €5.850

Heads-Up ohne Netz: kein Deal trotz 19.500 € Differenz

Das Heads-Up zwischen Aguilera und Joan Escrigas hatte echten Nervenkitzel-Charakter. Obwohl zwischen Platz eins und zwei eine Preisgeld-Differenz von 19.500 Euro lag — umgerechnet stolze 39 Buy-ins — einigten sich die beiden auf keinen Deal. Diese Entscheidung machte das Duell zum echten Alles-oder-nichts. Am Ende behielt Aguilera die Oberhand, kassierte die vollen 53.500 Euro und ließ Escrigas mit 33.000 Euro als Runner-up zurück.

Ausblick: CEP Barcelona steht bevor

Die beliebte CEP-Serie zieht als Nächstes weiter nach Barcelona und macht vom 3. bis 16. August im Casino Barcelona Station. Und es geht Schlag auf Schlag: Direkt im Anschluss richtet dasselbe Casino die 2026er-Ausgabe der PokerStars European Poker Tour (EPT) Barcelona aus — einer der ursprünglichen und bis heute beliebtesten Stopps der gesamten EPT.

Einordnung & Analyse: Warum Spanien gerade explodiert

Das Rekordfeld von Madrid ist kein Ausreißer, sondern Teil eines größeren Bilds. Erstens profitiert Spanien von einem regulierten, aber spielerfreundlichen Markt, der Live-Festivals planbar macht — ein Vorteil gegenüber Märkten mit unsicherer Rechtslage. Zweitens zeigt der niedrige Buy-in von 500 Euro bei gleichzeitig fünfstelligen Preisen die Magie der Massenfelder: hohe Teilnehmerzahlen erzeugen attraktive Preispools, ohne dass der Einstieg unbezahlbar wird. Genau diese Mischung lockt Freizeitspieler in Scharen.

Für deutschsprachige Spieler ist die Doppel-Veranstaltung in Barcelona im August besonders interessant: Wer ohnehin eine Pokerreise plant, bekommt mit CEP und EPT zwei Festivals am selben Ort fast nahtlos hintereinander. Dass hier kein Deal gemacht wurde, ist übrigens auch ein Trend, den man im Auge behalten sollte — selbstbewusste Spieler vertrauen zunehmend auf ihr Heads-Up-Edge, statt das Risiko vertraglich abzusichern.

Glücksspiel kann süchtig machen. Teilnahme ab 18 Jahren. Spiele verantwortungsbewusst.

JS
Redakteur

Jan Stevens ist Chefredakteur von Poker24.net und berichtet seit vielen Jahren über Live-Poker, Online-Poker, Turnierserien und Glücksspielregulierung. Sein Fokus liegt auf fundierter Einordnung, redaktioneller Transparenz und praxisnaher Analyse. Für Poker24.net verbindet er Branchenwissen, journalistische Erfahrung und klare Meinung zu aktuellen Entwicklungen der Pokerszene.