Der deutsche Pokerprofi Ole Schemion hat bei der World Series of Poker Europe 2026 in Prag sein zweites Bracelet gewonnen. Im neunten Event der Serie, der €5.300 Pot-Limit Omaha European Championship, setzte er sich gegen ein starkes Feld durch und sicherte sich den Titel sowie €395.000 Preisgeld. Sein Live-Gesamtpreisgeldes überstieg damit die Marke von 20 Millionen US-Dollar.
Vom 16. Platz zum Bracelet
Schemion startete in den dritten und letzten Finaltag auf Rang 16 von 24 verbliebenen Spielern — hinter ihm unter anderem Bracelet-Träger wie David Coleman, Jessica Teusl und Ari Engel, die allesamt den Sprung in die Top Ten verpassten. Chipleader war der Amerikaner Michael „Texas Mike” Moncek, der jedoch auf Platz drei für €175.000 ausschied. Schemion dagegen steigerte sich im Verlauf des Tages kontinuierlich und gewann schließlich das Heads-up gegen den Finnen Santtu Leinonen.
Sein erstes WSOP-Bracelet hatte Schemion vor fast fünf Jahren in Las Vegas gewonnen, als er das $1.979 Poker Hall of Fame Bounty Event 2021 für $172.499 für sich entschied. Der aktuelle Sieg übertrifft diesen Betrag deutlich.
Mike Leah gewinnt den Rounder Cup
Ebenfalls am selben Tag entschieden wurde Event #10, der Rounder Cup. Michael Leah aus Kanada, der für das Team „Rest der Welt” antrat, verwandelte seinen €2.750 Buy-in in €292.000 — er besiegte im Heads-up den Georgier Tornike Tchkonica und sicherte sich das Bracelet. James Obst landete auf dem dritten Platz für €132.000, Ryan Leng auf dem siebten für €35.700. Mit dem Niederländer Joris Ruijs (5. Platz, €66.100) war nur ein Europäer am Finaltisch vertreten. Shaun Deeb, der in dieser Serie bereits zwei Heads-up-Duelle um Bracelets verloren hatte, schied als Erster für €20.800 aus.
Schemions Klasse bleibt einzigartig
Der Prager Triumph war Schemions vierter Cash des Jahres, darunter zwei Turniersiege sowie ein sechster und ein siebter Platz. Wer den Deutschen kennt, weiß: Wenn er erst einmal tief in einem Turnier läuft, zählt er zu den konsequentesten Finishern der modernen Pokerszene. Spielte er häufiger, dürfte das Bracelet-Regal noch voller sein.
Die Ergebnisse der PLO European Championship im Überblick: Schemion (Deutschland) €395.000, Santtu Leinonen (Finnland) €260.000, Michael Moncek (USA) €175.000, Rasmus Larsen (Dänemark) €121.000, Andreas Freund (Österreich) €86.000, Joachim Haraldstad (Norwegen) €62.000, Dimitrios Michailidis (Griechenland) €46.000, Arunas Sapitavicius (Litauen) €35.000, Sardor Shagulyamov (Schweiz) €27.000.

