Top 10 Poker Tipps und Tricks

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Das Internet ist voll von Poker-Tipps und so manchen liest man immer wieder. Doch trotz all des Wissens was man sich aneignet, will es nicht so recht mit dem dauerhaften Erfolg klappen. Es muss also noch ungewöhnliche Ratschläge geben, welche den Profi vom Amateur-Spieler unterscheiden. Daher hier mal eine Top 10 der nicht-alltäglichen Pokertipps.

 

Poker-Tipp 1: Videos und Fernsehen

Das Pokerspiel habe ich nicht über Freunde oder ein Buch gelernt, sondern durch die Aufzeichnungen der WSOP im Jahre 2006. Sofort war ich von der Action fasziniert und nachdem ich etwa vier Wochen lang viele Übertragungen gesehen hatte, beherrschte ich die Grundregeln. Zugegeben, über ein Buch hätte ich es schneller gelernt, aber auf diese Weise gab es für mich auch schon die ersten Einblicke in die Psychologie des Spiels.

 

Denn der Lerneffekt ist deutlich größer, wenn man die Hände der beteiligten Spieler sehen kann. Wie entscheiden sie sich in welcher Situation und was drückt ihre Körpersprache dabei aus? Setzen sie nach einem Muster oder variieren die Beträge? Im Fernsehen geht das und was ist mit Videos im Internet? Auf Youtube analysieren viele Spieler ihre Hände anhand von Aufzeichnungen oder kommentieren ihr Spiel live, um es dann online zu stellen. Auch hieraus kann man viel lernen und muss dafür nicht einen Cent riskieren. Wenn man also gerade einen Bad Beat erlitten hat und eine Pause einlegt, kann Poker dennoch weiter im Fokus stehen.

 

Poker-Tipp 2: Online Zuschauen

Eine Fortsetzung dieses nicht-alltäglichen Tipps ist das Zuschauen beim Online Poker. Dazu besteht jederzeit die Möglichkeit. Wer gerade über einen Aufstieg im Limit nachdenkt, kann sich kostenlos ein Bild von den stärkeren Gegnern machen. Auch das Notizen schreiben ist bei vielen Anbietern möglich. Seinen Gegner zu kennen ist essentiell und während der Analyse muss man nicht zwangsläufig in das Spielgeschehen involviert sein.

 

Poker-Tipp 3: Nicht zwischen online und offline wechseln

Es mag zwar verlockend sein, auch mal die Atmosphäre in einer realen Spielbank spüren zu können, doch die Unterschiede sind enorm. Der wohl größte Faktor ist das Tempo. Online sind locker 60 Hände und mehr pro Stunde und Tisch möglich. An einem echten Pokertisch kann der Spieler froh sein, wenn es 20-30 Hände die Stunde sind.

 

Die Gegenspieler in einem landbasierten Casino sind zudem oft sehr erprobt. Hier gibt es deutlich weniger Fische. Emotionale Tells sind auf einmal wichtig und wer zuvor nur online gespielt hat, achtet darauf nicht wirklich. Über Asse kann man sich hinter dem Bildschirm freuen, aber in einer Spielbank sind die Freudensprünge unangebracht. Hinzu kommen Punkte wie eine Kleiderordnung und Trinkgelder für den Dealer und die freundliche Bedienung, die man sich ersparen kann.

 

Poker-Tipp 4: Limit-Poker zum Einstieg

Wer völlig neu in der Pokerwelt ist oder lange Zeit beim No Limit Holdem auf keinen grünen Zweig kam, der sollte sich für einen Tapetenwechsel hin zum Limit-Poker entscheiden. Die fixen Einsätze sind vorhersehbar, jeder weiß was ihn eine Hand maximal kosten kann. Limit Poker ist technischer, soll heißen, die Wahrscheinlichkeiten rücken mehr in den Mittelpunkt. Auch sind hier die Spieler mehr gewillt, wenigstens den Flop zu sehen. Wer hier auf Multiway-Hands setzt, der kann gut abräumen. Auf der anderen Seite verleiten die festen Wetten zu einem looseren Spiel, was es zu vermeiden gilt.

 

Poker-Tipp 5: Auszeiten sind Pflicht!

Poker erfordert viel Geduld, eine Tugend die nicht alle Spieler besitzen. Wenn man das Gefühl hat, alles mit der Brechstange erzwingen zu wollen, steht man kurz vor dem TILT. Hier gilt es eine Auszeit zu nehmen. Selbst wenn mit Poker schon ein Teil des Lebensunterhalts bestritten werden kann, ist der Ausgleich mit Freunden und der Familie wichtig. Niemand kann sich stundenlang über Tage hinweg hochkonzentriert an die Tische setzen. So wie das Pokerspiel feste Zeiten haben sollte, müssen auch Pausen eingeplant werden. Dies gibt Zeit für die nötige Balance im Leben und seine Basis fürs Spielen stets neu auszurichten, um optimale Ergebnisse erzielen zu können.

 

Poker-Tipp 6: Pokerabende mit Freunden

 

Wo wir schon beim Ausgleich sind, wer absolut nicht die Finger von den Karten sein lassen kann, der lädt ein paar Freunde zu sich ein. Es muss hierbei nicht um echte Gewinne gehen oder wenn dann nur sehr kleine oder Sachpreise zur Abwechslung. Wichtig ist aber, dass man sich hierbei auf sein Spiel konzentrieren und Spaß haben kann. Die großen Gewinne holt man sich dann wieder online, gegen Spieler zu denen keine persönliche Beziehung besteht.

 

Poker-Tipp 7: Bluffen oder nicht bluffen?

Das ist hier die Frage, denn wer es nie tut, der wird für andere lesbar. Stimmt das wirklich? In der Tat ist ein Bluff hin und wieder wichtig, aber er verlangt auch eine korrekte Einschätzung der Situation. Anfänger sind gern fasziniert von der Aggression beim Pokern, geraten aber schnell in die Falle sich zu überschätzen. Neulingen der Pokerszene wird deshalb geraten, überhaupt nicht zu bluffen. Sich auf ein solides Spiel zu konzentrieren, Informationen über seine Gegner sammeln und gelegentlich die Hand Range variieren, sollte im Fokus stehen. Dinge wie Bluffs, Slowplay und Check Raises können später noch erprobt werden.

 

Poker-Tipp 8: Nur starke Hände spielen

Das mag jetzt sehr konservativ klingen, gilt aber ebenfalls für neue Spieler. Natürlich kann man theoretisch mit jeder Hand gewinnen, aber eben nur theoretisch. Nur mit starken Händen zu spielen und dennoch Profit zu schlagen, funktioniert aber auch nur an sehr loosen Tischen. Die ideale Strategie gegen Spieler die einfach überall mitgehen oder ständig erhöhen und somit Geld vorausschießen, was ihre Hand in den meisten Fällen nicht schützen kann.

 

Poker-Tipp 9: Geduld und Disziplin

Das übt man am besten in einer Pokerrunde unter Freunden und überträgt es dann auf sein Online Poker Spiel. Geduld ist eine sehr wichtige Tugend, denn nur wenige Hände sind spielbar. Manchmal muss man 20 oder 30 Hände am Stück folden, bis dann etwas Brauchbares gedealt wird. Das Gute beim Online Poker ist dann wiederum, dass die Hände viel schneller gespielt werden. Somit sind mehr Chancen pro Stunde möglich. Keine gute Hand seit zehn Minuten gehabt? Keine Sorge, sie kommt gleich wieder.

 

Poker-Tipp 10: Turniere zur Abwechslung

Poker kann, trotz seiner vielen Facetten, irgendwann eintönig werden. Turniere dienen als Abwechslung aus verschiedener Sicht. Zum einen kann mit niedrigem Buy In viel Geld gewonnen werden. Freerolls und jene Turniere die mit Treuepunkten bezahlt werden, sind kostenlos nutzbar zum Aufbessern der Bankroll. Schlussendlich macht es auch Spaß, Gegner vom Tisch zu nehmen und zu sehen, wie sich das Teilnehmerfeld langsam ausdünnt.

 

Doch die Zeit für das Turnier sollte überschaubar sein. Sit and Go-Events dauern oft nur zwischen 45 und 60 Minuten. Reguläre Turbo-Turniere dauern oft nur zwei bis drei Stunden. Wer hier ein wenig beobachtet, wie viele Spieler daran teilnehmen und wie lange die Events dann andauern, kann sie in seinem Terminkalender einplanen.

 

Fazit

Das waren jetzt unsere Top 10 der nicht-alltäglichen Pokertipps. Viele davon sind bereits ausreichend bekannt, nur anscheinend befolgt sie noch nicht jeder. Ansonsten wären die Spieler tighter und Erfolgreicher und die Beratungsstellen für Spielsucht hätten weniger Klienten zu betreuen. Daher legen wir es jedem Grinder nahe, diese Regeln so lange zu lesen, bis er sie unbewusst anwendet.