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Eine wichtige Eigenschaft, die man als Pokerspieler braucht, ist es, Resultatorientiertes Denken zu vermeiden. Wer sich bei seiner Entwicklung als Pokerspieler von seinen Resultaten zu viel beeinflussen lässt und sein Spiel an diesen Resultate misst, wird auf kurz oder lang Probleme bekommen.

 

Die Fallen beim Resultatorientieren Denken

chip schwarz5Zunächst einmal sollte geklärt werden, was Resultate in unserem Fall sind. Es geht hier nicht um langfristige Resultate - wenn jemand nach 1.000 SNGs einen ROI von 15% aufweisen kann oder wenn jemand nach 150.000 Händen in seinem Level mit 6-10 BB/100 schlägt, kann man sich schon an seinen Resultaten orientieren und feststellen, dass er versteht, was er macht.

 

Die Resultate, mit denen sich dieser Artikel beschäftigt, sind die kurzfristigen Resultate. Das geht von einer Hand über eine Hand voll Hände bis zu einer kleinen Zahl von Turnieren. Bei diesen kleinen Stichproben (sample size) entspricht das Ergebnis auf Grund der hohen Varianz, die beim Poker nun einmal gilt, oft nicht dem Erwartungswert und damit dem Ergebnis, das man im long run (langer Zeitraum = große Stichprobe) erfährt.

 

Die richtige Einschätzung der Spielfähigkeit

Wichtig ist, dass Sie in Ihrer Pokerkarriere die eigene Leistungsfähigkeit immer mit einer gewissen Distanz betrachten. Sie können eine Runde mit einer guten Hand verlieren, aber auch einen Run mit schlechten Karten gewinnen. Selbst wenn Sie während des Games „alles richtig gemacht“ haben, kann es sein, dass Sie geschlagen werden – dies heißt noch längst nicht, dass Sie schlecht Poker gespielt haben. Die Gegenseite der Medaille ist, dass Sie mit einer Harakiri Aktion zum Erfolg kommen sind. Jeder „normale“ Pokerspieler hätte über ihr Game nur den Kopf geschüttelt, doch sie gegen als Sieger hervor. Trotz des Gewinns sollten Sie sich an dieser Stelle eingestehen, dass Ihr Spiel einfach nur schlecht war – sprich der Faktor Glück hat Ihnen ausnahmsweise auf die Sprünge geholfen.


Sie sehen an diesen Beispielen, dass resultatorientiertes Denken beim Pokern absolut fehl am Platze ist.

 

Nur mit Wissen kommen Sie zum Erfolg

Wichtig ist, dass Sie Ihr eigenes Spielverhalten genau analysieren und daraus die richtigen strategischen Entscheidungen für die Zukunft treffen. Stellen Sie sich folgende Fragen:

 

  • Weshalb habe die Runde verloren?
  • Wo habe ich einen Fehler begangen?
  • Warum habe ich hier gewonnen?
  • Wie wäre die Runde ausgegangen, hätte der Gegner anders reagiert?
  • In welchen Situationen war ich zu offensiv bzw. zu tight?

 

Führen Sie über Ihre Pokerspiele möglichst genau Buch. Nehmen Sie sich nach Ihrer Session genügend Zeit für eine Auswertung. Analysieren Sie Ihre Stärken und Schwächen und bilden Sie daraus eine Poker Strategie für das nächste Gaming. Dies sollte alles unabhängig vom Resultat erfolgen.

 

Bleiben Sie bei Ihrer Linie

Entscheidend ist, dass Sie ihre eigene Strategie ohne Wenn und Aber verfolgen. Das Für oder Wider wird sich erst am Ende der Pokersession zeigen. Lassen Sie sich nicht von guten oder schlechten Ergebnissen blenden. Schauen Sie keinesfalls auf kurzfristige Resultate. Einen guten Pokerspieler erkennt man daran, dass er im Long Run auf Dauer erfolgreich spielt. Ein echter „Win Player“ leistet sich kaum haarsträubende Niederlagen, sondern kann die unausweichlichen Verluste dosieren, um später im richtigen Moment wieder einen hohen Gewinn einzufahren.

 

Beispiele Resultatorientiertes Denken

An dieser Stelle möchte ich einige Beispiele bringen, bei denen Resultatorientiertes Denken eine Rolle spielt bzw. spielen kann.

Eines der häufigsten Phänomene beim Resultatorientierten Denken und zugleich der größte Fehler, der dadurch entstehen kann, ist die Frage "Soll ich meine Asse preflop folden?". Ein Spieler ist bei einem Turnier vielleicht nah der Bubble oder nah dem Final table und callt das All In eines Gegners, der ihn gecovert hat, mit zwei Assen. Dem Gegner gelingt das durchaus mögliche und er schafft es die Pocket Asse zu cracken. Der Spieler scheidet vor dem Geld oder vor dem Final Table aus und fragt sich ob es nicht intelligenter wäre, die Asse zu folden, um das Ausscheiden zu vermeiden oder um die Chance auf mehr Gewinn zu wahren. Noch schlimmer ist: Er tut es tatsächlich. Denn die Antwort auf diese Frage ist zu 99,9% "Nein". In einem Turnier mit steigender Preisgeldstruktur kann es nie empfehlenswert sein, Asse zu folden, da diese gegen jede denkbare Hand des Gegner ein ausreichend großer Favorit ist, sodass ein Call im long run auf jeden Fall das bessere Ergebnis nach sich ziehen muss.


Ein anderes, weit verbreitetes, wenn auch in diesem Fall etwas überspitztes Phänom ist folgendes: Ein Spieler UTG raist auf den vierfachen Big Blind, ein Spieler in UTG+2 reraist ihn auf 18BB und Hero hält im BB 72o. Hero denkt "Absolute Trashhand, folde ich." Und das tut er auch. UTG callt den Reraise und es kommt der Flop. 722. Hero denkt: "Hätte ich bloß gecallt, ich hätte beide geschlagen und viel Geld verdient." Ein paar Runden später entsteht dieselbe Situation. UTG raist auf 4BB, UTG+2 reraist auf 18BB und BB Hero findet 72o. Hero denkt: "Letztes Mal hätte ich mit der Hand ein Monster gefloppt und viel Geld gewonnen. Also versuch ich es jetzt mal." Hero callt, UTG callt der Flop kommt AJ4 und Hero hat 18BB verschenkt. Es kommt vor, dass auch eine Trashhand ein Monster floppt. Und natürlich ärgert man sich, wenn man die Hand dann weggeschmissen hat, aber solange man preflop mit dem Fold die richtige Entscheidung getroffen hat, ändert dies nichts daran, dass der Fold an sich im Long Run einen positiven Erwartungswert hat. Der Call hingegen ist, trotz des einmaligen positiven Flops, auf Dauer gesehen ein verlierender Call.



Das dritte Beispiel ist mir neulich in einem Pokerforum untergekommen. Ein Anfänger hatte eine Hand gepostet, bei der er auf dem Turn in Position saß und AA hielt. Er hatte nach seinem preflop Raise auf dem Two Flush Board am Flop gesetzt und entschied sich nun, nach einer Blank auf dem Turn hinter seinem Gegner zu checken. Seine Begründung war: "Ich habe das Gefühl auf dem River zu verlieren, weil meine Gegner ihren Flush machen." Daher gab er seinem Gegner die um seinem Draw zu treffen. Ich erklärte ihm dann, dass wenn er auf dem Turn setzt und seinen Gegner dazu zwingt, gegen seine Odds zu callen, er im long run profitieren wird. Er kann dadurch zwar nicht verhindern, ausgedrawt zu werden, aber er kann davon profitieren, dass sein Gegner versucht ihn auszudrawen, wenn er es eigentlich sein lassen sollte.



Ebenfalls ein markantes Zeichen von Resultatorientiertem Denken sind Aussagen wie "Meine Asse werden immer geschlagen.". Das ist schlicht und einfach falsch, nur merkt man sich selten, dass man mit Assen gewinnt. Man erwartet es ja nicht anders. Verliert man aber (was immerhin in ca. 15-20% der Fälle passiert), ist die Erinnerung länger da, da sie eben von der Norm abweicht. Auch Aberglaube ist eine Form von Resultatorientiertem Denken und daher am Pokertisch nur sehr eingeschränkt zu empfehlen.

 

Pot Odds als Beispiel für Nicht-Resultatorientiertes Denken

Pot Odds sind das täglich Brot für jeden Pokerspieler - Jeder nutzt sie, ob intuitiv oder bewusst - Jeder Spieler wird davon beeinflusst, egal wie oft ein großer Pokerstar behauptet, er würde mehr auf seine Gegner achten, Pot Odds sind immer da und werden es auch immer sein. Warum? Weil sie eine recht einfache Formel sind, um den Erfolg im Long Run abzuschätzen.



Wenn wir auf dem Turn einen Flush Draw halten und unser Gegner gibt uns die richtigen Pot Odds, um unsere Flush zu jagen, jagen wir ihn auch. Es ist egal, ob wir ein, zwei oder dreimal nicht treffen. Wir wissen, dass wir, wenn wir ihn treffen, die Hand gewinnen und damit im Long Run erfolgreich sein werden. Damit sind die Pot Odds ein einfaches Werkzeug und das optimale Beispiel für Nicht-Resultatorientiertes Denken.



Wer das System der Pot Odds verstanden hat, ist auch in der Lage Resultatorientiertes Denken im Bezug auf andere Situationen zu vermeiden. Er muss nur die Augen aufmachen und die einfachen Gesetze der Wahrscheinlichkeit akzeptieren - denn nichts anderes ist Poker.

 

Fazit

Ein einfacher Lehrsatz, dem ich jedem, bei dem ich Resultatorientiertes Denken entdecke, mit auf den Weg gebe, ist "Eine gut gespielte Hand muss nicht immer gewinnen - eine schlecht gespielte Hand kann auch gewinnen." Es geht nicht darum eine Hand zu gewinnen, es geht darum diese gut zu spielen, um im Long Run damit Erfolg zu haben. Schafft man es dann auch noch, sich nicht davon ablenken zu lassen, dass man diese Hände eben auch verlieren kann, hat man einen großen Schritt in richtigen "Regular Winning Player" gemacht.

Der zweite Teil des oben genannten Merksatzes soll ferner darauf hinweisen, in seiner Session Review auch die Hände, die man gewonnen hat, unter die Lupe zu nehmen. Denn es kann gut sein, dass man einfach mal "Glück" hatte und eine schlecht gespielte Hand gewonnen hat.

 

flying chips

Das Independent Chip Model sollte jedem Pokerfan eine Begriff sein. Wer beim Gaming in den Online Casinos auf diese wichtige Hilfe verzichtet, trifft oft die falsche Entscheidung. Bestens geeignet ist das Independent Chip Model bei den „schnellen“ Sit `n Go Turnieren in der sogenannten Bubble Phase. Es handelt sich hierbei um die Endphase der Runde, wenn nur noch vier Kontrahenten am Tisch sitzen.

 

Der Sinn des ICM

chips schwarz2Das Independent Chip Model rechnet den Chipwert der Spieler in die tatsächliche Gewinnchance um. Dabei werden neben der Anzahl der Chips, die Spielsituation und der Platz am Tisch in die Berechnung einbezogen. Das ICM erzeugt eine prozentuale Gewinnwahrscheinlichkeit. Nicht immer ist der führende Akteur auch wirklich in der besten Ausgangslage.

 

Die Tools sind die perfekte Hilfe

Natürlich können die Ertragsaussichten manuell berechnet werden. Dies würde jedoch vermutlich gerade Anfänger während des Games gewaltig überfordern. Unsere Empfehlung ist es daher ein Independent Chip Modul generell beim Onlinepokerspiel parallel geöffnet zu haben. Füttern Sie den Rechner permanent mit den Daten und er wird Ihnen eine „ideale“ Spielstrategie eröffnen. Richtigerweise ergeben sich aus den gewonnenen Daten meist mehrere Chancen, es sei denn Sie haben ein so schlechtes Blatt, dass Sie zwangsläufig Folden müssen. Die letztendliche Spielentscheidung obliegt noch immer ihrer eigenen Intuition. Das Independent Chip Modul liefert Ihnen lediglich eine wichtige Anregung, sprich eine Spiellinie.

 

Druck oder Tight?

Generell wird der Spieler mit den wenigsten Chips prozentual höher bewertet, als der führende Akteur. Sollten Sie sich in einer Bubble Phase an hinterer Stelle befinden, lohnt es sich aggressiv zu spielen. Verfallen Sie in diesen Runden nicht eine „falsche Zurückhaltung“. Angriff lautet die Devise. Mit etwas Glück dreht sich das Blatt bereits nach zwei, drei Händen zu ihren Gunsten. Bleiben Sie in diesem Fall defensiv, hat dies nur zur Folge, dass die besserstehenden Gegner unnötig Druck auf Sie ausüben.

 

Liegen Sie hingegen in Führung, sollten Sie sich Tight verhalten. Setzen Sie Ihren Vorteil nur gezielt ein, um die zurückliegenden Spieler mürbe zu machen. Halten Sie sich betont defensiv. Verschleudern Sie Ihre Chips nicht leichtfertig. Zocken Sie in dieser Phase nach dem Motto „Reagieren statt Agieren“.

 

Nachfolgend haben wir Ihnen die ICM Umrechung anhand eines Beispiels aufgeführt. Wir gehen hierbei davon aus, dass es sich um eine Bubble Situation in einem klassischen Sit `n Go Turnier handelt.

 

  • Anzahl der Chips Gesamt:     15000
  • Blinds:                                    100/200
  • Gewinnausschüttung:            50/30/20

 

Spielsituation am Tisch:

 

  • Position 1:1500 Chips, Small Stack 10 Prozent
  • Position 2:7500 Chips, Big Stack 50 Prozent
  • Position 3:3000 Chips, Medium Stake, 20 Prozent
  • Position 4:3000 Chips, Medium Stake, 20 Prozent

 

Daraus ergibt sich nach dem Independent Chip Modul vor der nächsten Runde folgende Gewinnwahrscheinlichkeit:

 

  • Position 1:14,17%
  • Position 2:37,18%
  • Position 3:24,33%
  • Position 4:24,33%

 

Der entscheidende Schwachpunkt des ICM

Das Independent Chip Modul ist zweifelsohne hilfreich, kann jedoch das „gute Gaming“ nicht ersetzen. Einen entscheidenden Schwachpunkt hat das ICM. Der mathematische Umrechnungsfaktor vernachlässigt eine ganz wichtige Komponente – den Skill der Kontrahenten, sprich deren Spielstärke. Aufgrund dessen ist es wichtig, dass Sie sich immer Notizen zu ihren Gegnern machen. Glauben Sie einen Topspieler auf dem Small Stack erkannt zu haben, gilt äußerste Vorsicht. Hat ein vermeintlicher Außenseiter, der bereits durch einige Fehler aufgefallen ist, den Big Stack vorzuweisen, sollten Sie aggressiv die Offensive suchen. Ein guter Bluff an dieser Stelle bewirkt manchmal Wunder.

 

viele chips

Um eine Sit 'n Go - Poker Strategie erfolgreich zu spielen, sollte sich Anfänger und Profis an ein paar Grundregeln halten, welche sich doch wesentlich von einem normalen Poker Turnier unterschieden. Vorab sei der Begriff Sit 'n Go kurz erläutert. Übersetzt heißt die Spielform lediglich „Sitzen und Loslegen (oder Spielen)“.

 

chips schwarz2Der Name erklärt eigentlich auch schon das Prinzip der Sit 'n Go Turniere. Sie finden im kleinen Rahmen statt, oft nur an einem oder an wenigen Tischen. Aufgrund der begrenzten Spielerzahl werden sie in einem kurzen Zeitfenster ausgetragen. Genau deshalb gilt für eine erfolgreiche Sit 'n Go Poker Strategie seien Sie von Anfang an hellwach. Trotzdem kann das Turnier in unterschiedliche Phasen gegliedert werden, welche ihr Spielverhalten beeinflussen.

 

Es ist besonders wichtig, die Fähigkeit zu haben, andere Spieler lesen zu können, d.h. zu verstehen wie sie spielen, wenn man No-Limit spielt. Du kannst beim Pokern nämlich viel Geld verdienen und dies ist abhängig davon, dass Du bei unterschiedlichen Gegnern unterschiedlich handelst. Bei No-Limit Games ist es falsch zu behaupten, dass es immer korrekt ist, tight zu spielen. Es ist aber der sicherste Weg und am häufigsten notwendig, um an voll besetzten Tischen zu gewinnen.

Bevor Du Dein erstes Turnier spielst:

  1. Vorschlagsweise wähle einen von den Tischen mit dem niedrigsten "Buy-In".
  2. Wenn Du Dich registriert und bezahlt hast, werden Dir und allen Spielern am Tisch gleich viele Chips zugeteilt. Mit diesen Chips spielen dann alle Spieler. Alle spielen also unter denselben Bedingungen und brauchen sich nicht über ein zu kleines Pokerkapital (Bankroll) zu kümmern.
  3. Die drei ersten Plätze kriegen meistens einen Preis. Der Preis wird genommen von der Summe, die alle Spieler bezahlt haben, bevor das Spiel anfängt (Buy-In).

 

Die ersten Runden

Erstmal sehr passiv anfangen. Spiele am Anfang nur die absoluten Top Karten. Spiele tight und lass die anderen Spieler die Fehler machen. Meistens kannst Du Dich zu einem fünften Platz ablegen und erst dann musst Du anfangen zu spielen. Auch wenn es nichts gutes auf die Hand gibt, versuche Dich auf die anderen Spieler zu konzentrieren, damit Du lernst wie sie agieren. Lass es völlig unbeachtet, dass Du den Big Blind (BB) oder Small Blind (SB) schon bezahlt hast. Hast du keine guten Karten auf der Hand ist es nicht wert noch mehr Geld zu verschwenden. Das kann nämlich teuer werden und vielleicht hast Du dann gleichzeitig ein zu niedriges Pärchen beim Flop und dann kannst Du in gefährliche und kostspielige Lagen geraten. Vermutlich wirst Du ziemlich schnell sehen, dass ein Spieler ein "All-In" macht, verliert und den Tisch verlassen muss. Ab und zu kannst Du auch mal ein durchschnittliches Blatt spielen, damit Du nicht als ein zu tighter Spieler bekannt wirst. Wenn das der Fall ist, und Du wirklich ein gutes Blatt kriegst, gibt es ein Risiko, dass die anderen Spieler folden. Der kleinste Anspruch den Du haben solltest, ist dass diese Karten nacheinander kommen sollen, d.h. in Reihenfolge, z.B 7 8s oder 9 10s. Wenn Du Glück hast, gibt es etwas Wertvolles beim Flop. Spiel aber immer mit der Ruhe. Es ist unüberlegt zu hart mit dem Pärchen 10 10 und mit 9 als Kicker-Karte zu spielen.

Viele Spieler machen gerade dies. Konzentrier Dich darauf, Dein Image als tighter Spieler aufzubauen (am Ende spielst Du looser).

 

Die Hauptphase

Im Gegensatz zu den großen Turnieren werden die freien Plätze beim Sit 'n Go nicht aufgefüllt. Die Positionen der ausgeschiedenen Teilnehmer bleiben leer. In dieser Phase heißt es für Sie ruhig Blut zu bewahren. Lassen Sie sich nicht zu sinnlosen „Calls“ hinreisen. Sicherlich mag die Versuchung den einen oder anderen Blind zu stehlen groß sein, doch so richtig lohnt es sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

 

Die entscheidenden Runden

Bei den Sit 'n Go Turnieren fahren die ersten drei Spieler Gewinne ein. Sitzen noch vier Kontrahenten am Tisch geht’s sprichwörtlich bereits ums Ganze. Kein Spieler will auf dem undankbaren vierten Rang landen. Viele Pokerspieler verhalten sich in der Regel in dieser Phase defensiver als gewohnt. Genau darin liegt aber Ihrer Chance. Versuchen Sie den Dritt- und den Viertplazierten aggressiv anzugreifen. Verleiten Sie den Gegner zu Fehlern und somit zu einer Entscheidung. Tipp: Überschätzen Sie sich aber an dieser Stelle nicht. Haben Sie ein schlechtes Blatt folden Sie lieber.

 

Endphase

Am Ende des Spiels hast Du Nutzen von Deinem tighten Spiel, das Du bisher verwendet hast. Die Spieler um den Tisch sollten eine gewisse Achtung für Dich und deine Blätter die Du spielst haben. Wenn die anderen Respekt vor Dir haben ist die Gelegenheit gekommen, einige Blinds zu stehlen (allerdings nur wenn Du einen Chipstack hast, der dies erlaubt). Die Blinds sind am Ende teuer. Spiel irreführend. Erhöhe Deine niedrigen suited connectors (siehe Glossar), checke hohe suited connectors und dergleichen. Dein Ziel ist einen starken Flop zu kriegen, damit Du am Ende das Geld mit Übermaß zurücknehmen kannst. Eine irreführende Erhöhung könnte Deine Gegner dazu zwingen, erheblich zu bezahlen, wenn Du ins Schwarze getroffen hast. Ab und zu hast Du aber zu wenig Chips und dann kann es schwierig werden , Raum für diese "Special Moves" zu kriegen.


Heads up - Du und ein Gegner sind die einzigen übrig im Spiel Entweder bist Du im Vorteil oder nicht. Jetzt spielt Glück eine große Rolle. Meistens kannst Du Dir es auch nicht leisten, viele Blinds nacheinander zu verlieren, weil Deine Gegner Erhöhungen machen. Ich würde selber, wenn ich der Schwächere bin, ohne zu zweifeln, mit dem ersten besten Pärchen, dem ersten Ass mit Kicker-Karte 7 oder höher einen "All-In" machen. Um mitzumachen wenn mein Gegner einen All-In macht, würde ich vermutlicherweise ein Pärchen oder hohe sequentielle Karten wählen. Natürlich mit der gleichen Farbe, wenn es möglich sei, aber damit kann man am Ende nicht rechnen. Besonders nicht für Pärchen.

Beachte, dass diese Regeln bei Punkt acht nur bei einer "akuten" Lage gelten, wenn Du Dir vielleicht nur ein paar Big Blinds leisten kannst. Wenn Du aber im Vorteil bist, hast Du eine bessere Möglichkeit Deine Karten besser zu wählen. Dies zu machen, kostet ja auch, weil die Kosten der Blinds so hoch sind. Dies muss natürlich immer in Erwägung gezogen werden.

 

Die Hände und das Verhalten

Schlussendlich haben wir Ihnen noch eine Tabelle zusammengestellt, anhand welcher Sie Ihr Spielverhalten sehr gut ausrichten können.

 

Hand

Startphase

Mittlere Runden

Endphase

AA, KK, QQ, AK

Raise / All In

Raise / All In

Raise / All In

JJ

Raise / Fold

Raise / Fold

Raise / All In

TT, 99, 88, AQ

Fold

Raise / Fold

Raise / Fold

77, AJ, AT, KJ, KQ

Fold

Fold

Raise / Fold

Alle anderen Blätter

Fold

Fold

Fold

 

 

Die Begriffe:

 

  • All In- Alles oder nichts
  • Fold – Sie steigen aus
  • Raise – Erhöhen Sie den Einsatz
  • A – Ass
  • K – König
  • Q - Dame
  • J – Bube
  • T – Zehn
  • Zahlen nach Wert
Strategy4

Poker ist ein Glücksspiel, welches sich aber doch mit ein wenig Geschicklichkeit beeinflussen lässt. Eine Regel sollten Sie von Anfang an beachten, nehmen Sie nur an Spielen teil, wenn Sie sich in der Lage fühlen.

 

Das bedeutet, Sie sollten konzentriert sein und kein Hungergefühl haben. Dazwischen immer wieder kleine Pausen machen und Wasser trinken, bringt eine Menge. Alkohol in Mengen ist Tabu während einem Poker Game, weil Sie sonst einiges nicht mehr mitbekommen. Das sind die Grundvoraussetzungen, um überhaupt am Spiel teilnehmen zu können.

Wenn Sie nicht konzentriert sind, werden Sie nicht checken, was Ihre Mitspieler so tun. Beim Pokern gibt es das bekannte Poker Face. Manche verraten sich anhand ihres Blickes, welche Karten diese aufweisen. Profis kennen die unterschiedlichen Emotionen und nützen ihre Chance. Freilich gibt es auch einige, die bluffen, dennoch ist Konzentration die halbe Miete.

 

Check Raise: Eine Variante die Sinn macht

Check Raise bedeutet mehr oder weniger, dass Sie in der frühen Phase passen und warten, bis ein Mitspieler den ersten Einsatz tätigt. Somit erhöht dieser in den nächsten Runden seinen Einsatz und macht einen Raise. Deswegen nennt sich dies Check-Raise. Bei einem Poker Spiel ist das Ziel, dass Sie die anderen Spieler soweit täuschen und zu höheren Einsätzen verführen.

 

Sie müssen Ihnen immer vorgaukeln als hätten Sie schlechte Karten, dabei warten Sie nur darauf, dass Sie am Ende das komplette Geld kassieren. Der Topf vergrößert sich bei dieser Strategie ohne Ihr Zutun und dadurch können Sie einiges rausholen. Denken Sie jedoch daran, alle anderen Spieler, vor allem jene, die sich gut auskennen, werden ihren ersten Check ebenso verschieben so lange es geht.

 

Die Taktik sollt dafür sorgen, dass die Spieler trotz schlechter Karten Ihre Einsätze tätigen und automatisch zu mehr Geld im Pot sorgen. Diese werden mitziehen, auch wenn ihre Karten eher schlecht sind. Das wiederrum ist ein Pluspunkt für Sie alleine. Wenn Sie nun sehr gute Karten aufweisen, sollten Sie den grandiosen Check-Raise Bluff anwenden. Denken Sie daran, dass dieser nur dann funktioniert, wenn alle anderen mitmachen und wirklich Einsätze tätigen. Es gibt jede Menge Runden wo alle sofort aufgeben. Für diesen Moment brauchen Sie nach wie vor Glück. Ganz ohne funktioniert es leider nicht.

 

Check Raise ist nicht überall erlaubt

Die Strategie macht Spaß und hilft Ihnen dabei, viel Geld ohne viel zutun rauszuholen. Leider ist diese Pokerstrategie nicht überall gestattet. Viele Online Poker Anbieter verbieten diese Taktik leider, ebenso einige Casinos. Deswegen ist es wichtig, dass Sie vorab die Hausordnung und AGB der jeweiligen Anbieter studieren. Es bringt Ihnen durchwegs mehr als dass Sie am Ende des Platzes verwiesen werden. Wichtig: Bei der Variante California Lowball dürfen Sie sich von vornherein merken, hier ist es generell immer verboten.

 

Gekonnt den Check Raise einsetzen

Check Raisen können Sie direkt in der ersten Wettrunde wie auch in allen anderen. Sie entscheiden, wann der beste Zeitpunkt dafür ist und dieser kann sich immer wieder ändern. Deswegen ist es so wichtig, dass Sie die anderen Mitspieler beobachten. Welchen Blick haben diese? Benehmen Sie sich nervös oder doch ganz normal? Falls Sie Ihre Mitspieler länger kennen, werden Sie so manche Dinge rascher vernehmen und Ihre Strategie immer dann einsetzen, wenn Sie wirklich sinnvoll ist.

 

Den Check Raise verwenden Sie nicht nur, um die anderen Spieler zu einem höheren Einsatz zu verführen, sondern auch, um diese zu täuschen. Wenn Sie beispielsweise häufiger auf den Check Raise verzichten und dann plötzlich doch sofort dabei sind, glauben die anderen, Sie haben eine tolle Hand. Das könnte bedeuten, dass manche frühzeitig aufgeben und das ist für Sie ein Pluspunkt. Meinungen bezüglich der Check-Raise Variante sind unterschiedlich. Manche meinen, dass es sich durchaus lohnt, während andere sagen, es ist absolut keine gute Entscheidung bei No-Limit Spielen damit aufzuwarten.

 

Ein Risiko beim Check Raise, dass Sie beachten sollten

Wenn Sie mit dem Check Raise leider keinen Erfolg hatten, bedeutet das, die Mitspieler bekommen die Möglichkeit, ohne Großes zu tun weitere Karten zu sehen. Außerdem werden Sie plötzlich zum gläsernen Mitspieler, den man sofort durchschaut. Deswegen ist es wirklich wichtig, immer den besten Zeitpunkt für einen Check Raise zu wählen. Ob und wann Sie die Strategie einplanen, bleibt Ihnen überlassen.

 

Übung macht bekanntlich den Meister, falls Sie sich unsicher sind, wie Sie am besten vorgehen, testen Sie die Strategie bei Pokerrunden unter Freunden oder online wo es erlaubt ist. Am besten dort, wo nur Spielgeld verwendet wird, weil sie dort am wenigsten verlieren. Auch Strategien brauchen Übung, schließlich müssen Sie die günstigen Gelegenheiten erst einmal erkennen, bevor Sie diese anwenden. Es lohnt sich aber durch aus, diese Taktik zu studieren und immer wieder zu probieren.

 

 

Target3

Beim Pokern gilt, je mehr Wissen ein Spieler aufweist, desto bessere Chancen hat er zum Sieg. Ein reines Glücksspiel ist es nicht, dass sollte Ihnen mittlerweile klar sein. Natürlich muss Ihnen das Glück ein wenig hold sein, weil es ohne nicht funktioniert, jedoch können Sie sich Ihre eigenen Chance drastisch erhöhen, wenn Sie die Texas Holdem No Limit Strategien studieren.

 

Sie fruchten nicht immer, aber in vielen Fällen, deswegen probieren Sie es einfach aus und schon bald bemerken Sie den Unterschied. Wenn Sie sich die Einführung durchgelesen haben, können Sie gleich danach im Online Casino einchecken und mit Spielgeld das Erlernte ausprobieren. Tipp für Anfänger: Nehmen Sie sich alle Zeit der Welt und überstürzen Sie es nicht. Gerade beim Poker gibt es so viele Strategien und Dinge die zu beachten sind, deswegen sollten Sie alles von vorne nach hinten durchprobieren. Sie sind erst dann wirklich reif für ein Turnier, wenn die Strategien und Spielregeln sitzen. Das spart Ihnen jede Menge Geld und Sie dürfen sich schneller auf Gewinne freuen.

 

No-Limit und Limit Texas Holdem

AKZuerst sollten Sie den Unterschied zwischen No-Limit und Limit Texas Holdem kennen. Die Hauptunterschiede liegen quasi beim Wert des Blattes und der Position. Beim No Limit ist die Position um einiges wichtiger, weil es hier Auswirkungen auf Ihre Chips hat. Locken Sie beim No-Limit beispielsweise jemand in die Falle, bekommen Sie vom Gegner den kompletten Einsatz.

 

Connectors wie A-Q oder K-Q haben beim No-Limit weniger Wert, weil die Wahrscheinlichkeit eher besagt, dass Sie große Pots verlieren und kleine gewinnen. Beim No-Limit Game ist es wichtig, dass Sie immer ein Auge auf Ihr Geld haben. Schwankungen beeinflussen ziemlich das Spiel und das könnte Ihnen zum Verhängnis werden.

 

Hier ein paar Beispiele

Beispiel 1:

In dieser Runde haben Sie 500 Dollar und der Gegner 25 Dollar. Die Blinds liegen bei 2-4 Dollar und der Big Blind ist mit JT in Position. In dem Fall geht jetzt der Mitspieler All-In und die anderen folden. Sie sollten Sie so früh wie möglich folden, weil Sie damit weitere 21 Dollar riskieren, um nur die letzten 25 Dollar zu erhalten. Lukrativer wäre es, wenn der Gegner 500 Dollar setzt und Sie nur 21 Dollar. Ob Sie callen oder besser nicht, kommt immer auf die Situation der weiteren Spielfolge an. Die folgenden Beispiele sollten Ihnen ein wenig dabei helfen, einen Überblick über die Strategien zu erhalten.

 

Beispiel 2:

Sie haben 1000 Dollar und der Gegner ebenso. Die Blinds liegen bei 2-4 Dollar. Sie erhalten in dieser Rund ein QQ Blatt. Dein Gegner macht All-In mit seinen 1000 Dollar und Sie folden, außer Sie wissen, dass der Gegner kein besseres Blatt (KK oder AA) hat.

 

 

Tipps für No Limit Texas Holdem

  1. poker round Bei einem Standard Spiel von 2-4 Dollar Blinds sollten Sie A-J folden, wenn Sie sich an erster Stelle befinden, spielen Sie an mittlerer Position folden Sie K-T und auf späteren Positionen Q-T.
  2. Wählen Sie einen Tisch, wo es viele schwache Spieler gibt, somit haben Sie einen Vorsprung und können einige Gegner ausspielen, ohne selbst viel zu riskieren.
  3. Die Spieler zuerst kennenlernen ist wichtig, um zu sehen, wie diese wirklich spielen. Wann folden diese und wann spielen sie aggressiv? Wenn Sie einmal das Spielverhalten Ihrer Gegner kennen, können Sie leichter Ihre Strategien anwenden.
  4. Bei schlechten Karten gilt zu Anfang, gleich folden, callen nur dann, wenn Sie einen Gegner fertig machen wollen.
  5. Bei Turnieren bluffen die meisten Spieler nicht, deswegen sollten Sie die Einsätze und Raises wirklich respektieren und ernstnehmen. Gehen Sie nicht von einem Bluff aus, dann ersparen Sie sich jede Menge Geld.

 

Fehler die Sie vermeiden sollten:

  1. Wenn Sie eine gute Hand haben, sollten Sie diese nicht abgeben, wenn Sie der Meinung sind, es sei nur die zweitbeste. Verlieren Sie nicht den ganzen Stack, weil Sie sich unsicher sind
  2. Mit schwachen Karten sollten Sie nicht callen, nur weil Sie einen Einsatz abgeben müssen, beobachten Sie die Lage eine Weile und machen Sie dann weiter.
  3. Viele Spieler setzen einfach zu viel oder auch zu wenig, was für sie wiederum ein großes Risiko bedeutet. Möchten Sie wirklich so viel riskieren, nur um am Ende einen kleinen Pot zu gewinnen? Beobachten Sie das Verhalten der Mitspieler gut, um nicht alles zu verlieren.

 

 

Strategy3

Das Pre-Flop-Spiel ist die größte Schwäche in der Strategie vieler ambitionierter Pokerspieler. Dazu tragen nicht zuletzt die zahlreichen Fernsehübertragungen bei, in denen vorgeführt wird, wie Profis mit sehr schlechten Starthänden erstaunlich erfolgreich spielen.

 

Wenn du ein Weltklasse-Pokerspieler bist, ist es letztlich sogar völlig egal, welche beiden Karten du bekommst. Für die meisten Pokerspieler ist das aber eine sehr schlechte Strategie, denn je schlechter die beiden Hole Cards sind, desto schlechter sind auch die mathematischen Chancen, das Spiel zu gewinnen. Schau dir einfach einmal an, wie die (ungefähren) Pre-Flop-Gewinnchancen in einigen typischen Pre-Flop-Konstellationen sind:

 

Spieler 1 Spieler 2 GewinnchanceSpieler 1 GewinnchanceSpieler 2
Hohes Paar Niedrigeres Paar 80 % 20 %
Paar Zwei Overcards 55 % 45 %
Paar Gleichfarbige Overcards 50 % 50 %
Paar Zwei unterschiedliche niedrigere Karten 85 % 15 %
Paar Eine Overcard 70 % 30 %
Ass mit Beikarte Ass mit niedrigerer Beikarte 75 % 25 %
Zwei ungleiche Karten Beide Karten niedriger als niedrigste Karte von Spieler 1 65 % 35 %
Hohe und niedrige Karte Zwei ungleiche Karten, die zwischen den Kartenwerten von Spieler 1 liegen 60 % 40 %

 

Aus dieser Auflistung geht zum Beispiel hervor, dass es schwierig ist, mit zwei niedrigen Karten zu gewinnen. Mit einem niedrigen Paar ist ein Sieg gegen ein höheres Paar die Ausnahme. Die Wahrscheinlichkeit ist bei einem niedrigen Paar zudem sehr groß, dass auf dem Flop 2-3 Overcards erscheinen. Während es im Heads-Up durchaus möglich ist, bei dieser Konstellation weiter zu spielen, ist es bei einer größeren Runde praktisch unmöglich, mit dem Paar durchzukommen. Oftmals ist es die beste (und sicherste!) Lösung, mit schlechten Pre-Flop-Karten das Spiel schon vor dem Flop oder aber spätestens auf dem Flop zu beenden.

 

Was resultiert daraus?

vegas kleinWenn du vor dem Flop gewinnen möchtest, musst du entsprechend aktiv spielen. Aber auch auf dem Flop hast du die Chance, mit einem relativ schlechten Blatt zu gewinnen, wenn die anderen Spieler sich mit dem Flop nicht verbessern konnten. Mit einem forschen Gebot kannst du unter Umständen dein Paar bzw. deine schlechten Pre-Flop-Karten erfolgreich einsetzen.

 

Dabei spielt die Position allerdings eine wichtige Rolle. Wenn du der Letzte bist, der in der Runde gefragt wird, kannst du am besten einschätzen, ob es sich lohnt, einen Einsatz zu machen. Wenn hingegen schon diverse Einsätze gemacht worden sind, solltest du ein unvorteilhaftes Pre-Flop-Blatt spätestens auf dem Flop loswerden.

 

Je schlechter deine Hole Cards sind, desto wichtiger ist deine Strategie!

 

Erste Strategie: Billig spielen (Pot Odds beachten!)

Es gibt grundsätzlich zwei Strategien, mit schlechten Hole Cards zu spielen. Die erste Strategie besteht darin, günstig den Flop zu sehen, um dann zu entscheiden, ob es sich lohnt, mit den Karten weiter zu spielen. Diese Strategie bietet sich zum Beispiel an sehr passiven Tischen an, bei denen nur selten ein Pre-Flop-Raise zu sehen ist. Wenn viele Spieler ohne Erhöhung einsteigen, sind zudem deine Pot Odds sehr gut.

 

StratWenn überraschend nach dir eine Raise und vielleicht auch noch ein Re-Raise kommt, hängt die weitere Teilnahme vor allem davon ab, ob die anderen Spieler passen. Selbst wenn du nur relativ kleine Gewinnchancen hast und davon ausgehen musst, dass der eine oder andere Spieler ein deutlich besseres Startblatt hat als du, kann es sich immer noch lohnen, einen hohen Einsatz zu bezahlen, wenn die (Implied) Pot Odds sehr günstig sind.

 

Im Grundsatz ist es allerdings sinnvoll, mit schlechten Karten zu passen. Insbesondere Anfänger sollten nicht versuchen, mit allen möglichen Karten im Spiel zu bleiben. Gerade an Anfänger-Tischen ist es eine sehr gute Strategie, nur gewinnträchtige Hole Cards zu spielen, da die meisten Anfänger genau das Gegenteil machen. Ein Blick auf die Pre-Flop-Wahrscheinlichkeiten zeigt, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, um jeden Preis zwei niedrige Karten oder ein Ass mit einer niedrigen Beikarte (klassischer Anfängerfehler!) zu spielen.

 

Zweite Strategie: Schlechte Karten aggressiv spielen

Ein guter Pokerspieler weiß, dass die beste Chance auf einen Spielgewinn mit schlechten Hole Cards meist vor dem Flop besteht. Deswegen ist es eine gute Strategie, gleich ein hohes Gebot zu machen, um möglichst viele Spieler zum Passen zu bewegen. Selbst wenn nicht alle Spieler passen, steigen mit dem Schrumpfen der Runde deine Gewinnchancen. Mit einem kleinen Paar Karten ist es z.B. sehr schwierig, gegen 4 oder 5 Spieler zu bestehen, aber Heads-up gibt es eine realistische Chance, dass der Gegner auf dem Flop nichts findet und deswegen bei einem erneuten Raise passt. Die Kunst besteht darin, den Gegnern zu vermitteln, dass die Hole Cards sehr gut sein müssen.

 

Diese Strategie klingt sehr einleuchtend und funktioniert in der Praxis tatsächlich sehr gut. Allerdings ist es wichtig, bei dieser Strategie auszusteigen, wenn offensichtlich ist, dass ein Gegner eine sehr starke Hand hat, entweder schon vor dem Flop oder nach dem Flop. Wenn der Gegner sehr aggressiv reagiert oder auf dem Flop einfach nur callt, ist es meist die beste Strategie, kein weiteres Gebot mehr zu machen bzw. gegebenenfalls zu passen.

 

Wichtiger Tipp: Die zweite Strategie funktioniert nur dann, wenn du sie selten einsetzt. Ansonsten durchschauen dich deine Gegner sehr schnell.

 

Suited Connectors, Connectors und Suited Cards nicht überschätzen

streetViele Anfänger glauben, dass der Wert einer Starthand deutlich ansteigt, wenn es sich um gleichfarbige Karten (Suited Cards) oder eng benachbarte Kartenwerte (Connectors) handelt. Wenn beide Aspekte vorhanden sind, wenn es sich also um Suited Connectors handelt, glauben viele, dass die Gewinnchance deutlich höher ist. Das ist aber aus mathematischer Sicht falsch.

 

In der Regel kann man davon ausgehen, dass beide Aspekte die statistische Gewinnchance jeweils um 2-3 Prozent erhöhen. Trotzdem ist es möglich, insbesondere mit Suited Connectors sehr große Gewinne einzufahren, zum Beispiel gegen Asse oder Könige. Das liegt aber nicht an der nur vermeintlich hohen Gewinnchance, sondern daran, dass derartige Konstellationen für den Gegner oftmals schwer zu erkennen sind und deswegen nicht selten sehr teuer bezahlt werden.

 

Als Anfänger nur die besten Hole Cards spielen

Eine gute Strategie für Anfänger besteht darin, nur die Karten zu spielen, die eine sehr gute Pre-Flop-Wahrscheinlichkeit haben. Das bedeutet in der Praxis, dass es für Anfänger nicht sinnvoll ist, mehr als 15-25 % aller Starthände zu spielen. Die wichtigste Qualität eines guten Pokerspielers ist es, schlechten Situationen konsequent aus dem Wege zu gehen. Die meisten Fehler werden dabei vor dem Flop gemacht. Wenn du ständig mit schlechten Starthänden versuchst den Flop zu sehen, bist du meist ein dankbares Opfer für deine Gegner.

 

 

Strategy2

Spielstrategien die generell gelten:

Zu Anfang der Turnierphase, wenn die Spieler noch jede Menge Chips besitzen und die Blinds gering sind, sollten Sie konsequent an die Sache ran gehen. In frühen Turnierphasen spielen Sie am besten nur diese Hände JJ, QQ, KK, AA wie auch Aks und die schwächeren Hände werden erst in späterer Folge ausgespielt. Ferner sollten Bluffs zu Anfang vermieden werden, so dass sich die schwachen Spieler automatisch verabschieden, ohne dass Sie selbst zu viel einsetzen müssen.

 

Generell können Sie davon ausgehen, dass die wirklich schwachen Spieler in der mittleren Turnierphase bereits weg sind. Das bedeutet, die Blinds haben einen hohen Stellenwert, weshalb Sie auch mit mittelwertigen Händen spielen können. Dazu zählen zum Beispiel KT wie auch QJ. Da es jetzt noch nicht viel zu gewinnen gibt, sollten Sie die Bluffs weiterhin vermeiden. Zocken ist ab und zu erlaubt in dieser Phase.

 

AKIn den späteren Turnierphasen sollten Sie sich mehr auf die Chips konzentrieren als auf die Karten, weil Sie somit die restlichen Spieler herumkommandieren können. Legen Sie sich auf keinen Fall mit dem Chip Leader an, dieser wird in Zukunft noch wichtig für Sie sein, um preislich nach vorne zu kommen. Spieler der zehnten, neunten und achter Stelle werden mit dieser Strategie ausscheiden, übrig bleiben nur noch wenige, die Sie jetzt in der Hand haben. Besitzen Sie in dieser Runde halbwegs gute Karten ala QJs, 77, KQ oder ähnliches, sollten Sie callen, weil die anderen Spieler mit Ihren schwachen Blättern nun einen Verdoppelungsversuch starten werden.

 

Achtung: Lassen Sie sich nur auf ein Risiko ein, wenn Ihr Blatt wirklich stark ist. Bei halbstarken Blättern ist es gut, wenn sich die restlichen Spieler gegenseitig ausspielen. Haben Sie wenige Chips, verdoppeln Sie diese, solange Sie noch günstig sind. Später werden die hohen Blinds Ihren Stack vernichten und das ist nicht das Ziel der Sache.

 

Worin liegt der Unterschied zwischen Sit & Go und Multitable Turnieren?

Multitable Turniere dauern manchmal über vier und noch mehr Stunden. Das bedeutet, Sie sollten wirklich konzentriert an die Sache rangehen und dürfen nicht müde sein. Wer ohne Konzentration spielt, katapultiert sich sofort ins Aus. Viele Tricks lohnen sich an Multitable Tischen nicht, weil sich der Tisch jeder Zeit auflösen kann oder die Spieler gegen neue ersetzt werden. Wer einen bestimmten Spieler durchschaut, darf sich sicher sein, dass schon bald ein anderer da sitzt. Deswegen bringen Bluffs bei solchen Spielen kaum etwas, außer Ärger und Zeitverschwendung.

 

takes allDie Preisstruktur ist bei unteren Rängen ein wenig gewöhnungsbedürftig und vor allem schlechter als in den oberen Segmenten. Spielen bei einem Turnier 200 Menschen mit, bekommen die ersten 20 Spieler eine Auszahlung. Spieler 16 bis 20 erhalten beispielsweise 10 Dollar, während 11 bis 15 jeweils 12.50 Dollar erhalten. Ab dem Rang 10 gibt es noch mehr zu holen. Generell werden die Preisgelder bei so vielen Poker-Spielern gestaffelt. Deswegen lohnt es sich, taktisch zu spielen und um auf einen der besseren Plätze zu kommen.

 

Wenn Sie sich gerade auf Platz 17 befinden, sollten Sie versuchen aufzudoppeln. Von 17 auf 15 rücken bringt nicht viel, wenn möglich, sollten Sie vollen Einsatz zeigen und gucken, dass Sie mindestens auf Platz 10 aufrücken. Bei diesem Spiel dürfen Sie durchaus etwas riskieren, weil es sich am Ende lohnt. Multitable Konzepte sind zu Anfang ein wenig kompliziert und nicht so einfach durchschaubar. Es lohnt sich aber durchaus, mit den Regeln zu beschäftigen und viel zu üben.

 

Folgende Konzepte sollten Sie beherrschen:

  • Das M- Konzept
  • Zonensystem
  • Independent Chip Model (ICM)

 

Wer sich vorab über bestimmte Regelungen und Systeme informiert, weiß später besser Bescheid und kann seinen Gewinn dadurch verbessern.

 

Setzen Sie sich Ziele!

strat3Ziele setzen ist wichtig. Nur ein kleiner Prozentsatz der Mitspieler gewinnt wirklich eine gute Summe, deswegen müssen Sie sich das Ziel setzen, bei den Vordersten dabei zu sein. Langfristige Erfolge sind wichtiger als kurzfristige. Das sollten Sie niemals vergessen. Scheiden Sie dreimal im unteren Bereich aus und arbeiten Sie sich hoch. Sie werden im Endeffekt dadurch mehr gewinnen als umgekehrt. Da viele Spieler gierig sind, steigen bereits viele im unteren Bereich aus und die Bahn wird frei für Sie.

 

Bei langen Spielen ist es sinnvoll, sich Notizen zu machen und das vor allem dann, wenn die Tische häufig aufgelöst werden. Gut möglich, dass Sie in drei Stunden wieder mit einem Menschen zusammen spielen, den Sie bereits zu Anfang kannten. Dieser kennt im Endeffekt Ihre Strategie und weiß, zu was Sie fähig sind. Deswegen sollten Sie sich gewisse Informationen aufschreiben, um gewisse Bluffs später zu verändern. Wenn Sie beispielsweise in der ersten Runde tolle Karten hatten und jede zweite raisen, wird er auch jetzt der Annahme sein, dass Sie so weiter spielen. Er hat Sie genau im Blickfeld und mach sich wahrscheinlich ebenso Notizen. Sie müssen sich nicht nur merken, was andere tun, sondern vor allem, was Sie für Strategien an den Tag legen, weil Mitspieler merken sich ebenso Einiges wie Sie.

 

Wenn es nur noch zwei oder drei Tische gibt, dürfen Sie die anderen gut beobachten, weil wenn Sie kurz vorm Preisgeld stehen, ist es noch wichtiger zu wissen, was bei den anderen so geschieht. Somit bekommen Sie die Möglichkeit, sich bereits im Vorfeld Notizen über die zukünftigen Mitspieler zu machen, was für Sie mehr Erfolg bedeutet, wenn Sie an der Reihe sind.

 

Tipps und Tricks für lange Spiele

winnerssBesonders bei Multitable Spielen ist es wichtig, dass Sie geistig fit sind und sich kurze Pausen gönnen. Trinken Sie viel und spielen Sie nicht mit leeren Magen. Sonst wird Sie Ihr Hungergefühl durcheinanderbringen. Eine Pause sollte so gestaltet sein, dass die nächsten 60 Spielminuten erfolgreich über die Bühne gehen. Mit viel Konzentration und Ehrgeiz zum Gewinnen. In den Pausen sollten Sie an die frische Luft gehen oder sich kurz einmal die Gegend ansehen. Telefonieren, im Internet surfen oder ähnliche Dinge sind nicht förderlich, weil Sie die Konzentration eher verblassen lassen, statt zu stärken.

 

Ein gutes Poker-Turnier ist nur dann gut, wenn Sie vollkommen bei der Sache sind. Falls Sie nicht 100 % mit dem Herzen und dem Kopf dabei sind, sollten Sie es lassen und an einen anderen Tag wieder kommen.

 

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