Wie man beim „Razz“ gewinnt

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Die Pokervariante „Razz“, welche in der Literatur aufgrund ihrer Spielweise auch häufig als „Seven-Card Stud Low“ bezeichnet wird, stellt eine willkommene Abwechslung gegenüber der allseits beliebten Pokervariante „Texas Hold’em“ dar: Hier gewinnt nicht die beste, sondern die schlechteste Hand! Das As zählt dabei als niedrige Karte, Straights und Flushes werden ignoriert; die bestmögliche Hand beim „Razz“ ist also A-2-3-4-5.

 

Strategien und Tipps beim Razz

„Razz“ ist ein Geduldsspiel, welches ein hohes Maß an Disziplin erfordert. Doch mit der richtigen Razz Strategie kann man sich den anderen Spielern gegenüber einen wesentlich größeren Vorteil verschaffen, als das etwa beim „Texas Hold’em“ der Fall ist.

 

Starthände beim Razz: Drei Karten, die allesamt zwischen As und Fünf liegen, bilden eine großartige Starthand; mit ihnen sollte entsprechend erhöht werden. Drei Karten zwischen As und Sieben sind grundsätzlich ebenfalls spielbar, sollten aber nicht ganz so aggressiv gespielt werden. Blätter mit einer Karte, die höher als Sieben ist, sind in der Regel grenzwertig und sollten nur gespielt werden, wenn günstig mitgegangen kann oder eine Chance besteht, die „Antes“ zu stehlen; langfristig ist das Spielen solcher Blätter unprofitabel.

chips bunt

 

Die offenen Karten der anderen Spieler: Die offenen Karten der anderen Spieler in seine Entscheidungen mit einzubeziehen ist ein wichtiger Aspekt einer erfolgreichen Razz Strategie; häufig geben die offenen Karten die richtige Spielweise vor. Sind etwa die „Door Cards“ der anderen Spieler höher als sämtlich eigene Karten, so hat man unweigerlich die beste Hand; hier kann man also setzen oder sogar erhöhen, obwohl man beispielsweise eine Hand mit einer Neun darin in der Regel gar nicht spielen würde. Selbst wenn man im späteren Verlauf eine niedrige Karte zieht, die eine eigene „Hole Card“ paart, kann man oft durch aggressives Setzen andere Spieler mit hohen Karten aus dem Pot vertreiben.

 

Seine Hand rechtzeitig loslassen: Wenn man es sich zur Gewohnheit macht, in der Hoffnung auf bessere Karten mit grenzwertigen Händen mitzugehen, wird man auf lange Sicht seine Chips verlieren. Insbesondere gute Starthände, die sich mit der vierten oder gar fünften Karte verschlechtern, sollten bei besser werdenden Blättern der Gegner rechtzeitig losgelassen werden; meistens sind die Chancen einer Blattverbesserung einfach zu gering, als dass sich ein Mitgehen statistisch gesehen lohnen würde. Geduld ist hier eine Tugend!

 

Die „Antes“ stehlen: Das Stehlen der „Antes“ gewinnt besonders in höheren Limits an Bedeutung. Viele Situationen sind hierfür ideal: Wird etwa der Spieler direkt links neben einem zum „Bring-in“ gezwungen und werfen alle anderen Spieler ihr Blatt weg, sollte immer versucht werden zu erhöhen, um so das „Bring-in“ und die „Antes“ zu stehlen; dies ist auch dann langfristig profitabel, wenn es nicht bei jedem Versuch gelingt. Ebenfalls erfolgversprechend ist es, mit der niedrigsten „Door Card“ zu erhöhen. Doch auch hier gilt: Im Zweifel ist der Versuch abzubrechen, falls ein anderer Spieler stark antwortet!